Montag, 23. November 2015

Nähblogger für Flüchtlinge: Es geht los!

Hilflosigkeit. Das ist ein Gefühl, das sich in letzter Zeit häufig an mich heranschleicht. Terror in Paris. Flüchtlingswelle über Europa. Zäune an Grenzen, wo eigentlich keine sein sollten. Ja, auch mich lähmt die Nachrichtenlage an vielen Tagen. Und ganz oft habe ich mich gefragt: Was kann ich eigentlich tun? Ich bewundere Menschen wie Anna und Tanya , die für Flüchtlinge ihr Haus öffnen. Und gleichzeitig weiß ich, dass ich das nicht könnte - für diese Dimension der Hilfsbereitschaft fehlt mir schlichtweg eines: der Mut. Ich bin froh und dankbar, dass es solche Menschen gibt. Sie sind meine Leuchttürme in der oft stürmischen Nachrichtenlage. Sie zeigen mir, dass es auch anders gehen kann - und sie sind Vorbilder für eine offene Gesellschaft, die erkannt hat, dass wir an den Tatsachen und Herausforderungen, die sich uns gerade stellen, nichts ändern können. Es ist eine Riesenaufgabe, das ist keine Frage. Aber wir können sie meistern - in dem wir zuallererst einmal den Menschen, die hier ankommen, nicht mit Hass begegnen, sondern mit Verständnis. Und auch ich habe sie gefunden, meine Art des Engagements - bei der Aktion "Nähblogger für Flüchtlinge". Was wir tun: Wir holen Euch - unsere Leser - mit ins Boot, auf dass wir gemeinsam Gutes Tun können. Wir, in dem wir ein tolles Unikat für Euch nähen. Ihr, in dem ihr es ersteigert. Etwa dieses tolle Set für die Kinder-Backstube:

Süßes Set für die Kinder-Backstube - genäht von (c) www.schoenstebastelzeit.de für Nähblogger für Flüchtlinge

Samstag, 21. November 2015

Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender: Scherentasche

Sie ist und bleibt Euer großer Blog-Favorit: die Scherenmöhre! Fast 7000 mal wurde das Tutorial seit Erscheinen im März angeklickt und die Vorlage heruntergeladen. Und nicht nur das: Ihr habt auch fleißig Möhrchen genäht. Manchmal bekomme ich eine Mail mit einem Foto, manchmal sehe ich das nur über die Statistik -  wenn ungewöhnlich viele Klicks von einem anderen Blog direkt bei mir landen. Dann weiß ich mittlerweile mit ziemlich großer Sicherheit: Ha, da hat wieder jemand 'ne Möhre genäht! Momente, in denen mein Herz einen kleinen - ach was, großen! - Hüpfer macht. Denn dann weiß ich: Ich hab Euren Nerv getroffen! Habt ihr Lust, die Zwillingsschwester der Scherenmöhre kennenzulernen? Ich geh' jetzt einfach mal ganz frech davon aus. Und zeige Euch heute zum Finale meiner Blogreihe mit den "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender" - *kurzerdramaturgischertrommelwirbelbitte* - die Scherentasche.

Eine Scherentasche - genäht nach einem Tutorial von (c) www.schoenstebastelzeit.de

Freitag, 20. November 2015

Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender: Sterne fürs Haar

Sterne sind in. Gerade zur Weihnachtszeit haben sie wieder Hochkonjunktur. Sie leuchten - natürlich - am Himmel, aber auch in Fenstern, auf Bäumchen, an Marktbuden, am Straßenrand. Sie glitzern auf Shirts oder treten gleich himmelssturmgewaltig in Scharen auf Decken und Tüchern auf. Man nascht sie als Lebkuchen oder in Form von Schokolade. Und wir? Wir haben uns ein paar Häkelsterne vom Himmel gepflückt, auf dass wir sie uns ins Haar stecken und mit den Sternen am Himmel um die Wette glitzern können. Ja, der fünfte Tag meiner Blogreihe "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender" ist so ein richtiges Mädelsding.

Sternen-Spangen fürs Haar - eine Ratz-Fatz-Idee von (c) www.schoenstebastelzeit.de

Donnerstag, 19. November 2015

Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender: Kräutersalz

Adventskalender sind nur was für Kinder? Von wegen! Auch Erwachsene freuen sich über die kleinen Wartezeitverkürzer in der Weihnachtszeit - mich eingeschlossen! Ich bin jetzt schon gespannt, was ich dieses Jahr öffnen darf: Türchen mit Schokolade dahinter? Oder Tütchen mit Stoffen, Knöpfen und anderen Nähklimbim wie vergangenes Jahr? Ich werde noch zwölfmal schlafen müssen, um es zu erfahren. Bis vor ein paar Jahren habe ich sogar jedes Jahr für Eltern und Schwiegereltern einen Kalender gepackt. Was nie darin fehlen durfte: selbst gemachtes Kräutersalz! Es macht sich übrigens auch gut im Nikolausstiefel - denn darin finden es die Großeltern jetzt jedes Jahr zur Weihnachtszeit. Ein kleines Stückchen Sommer im Winter. Wie das geht? Ratz-Fatz naklar, sonst hätt' das Rezept ja seinen Platz in der Blogreihe nicht verdient.

Salz mit mediterranen Kräutern - selbstgemacht von (c) www.schoenstebastelzeit.de

Mittwoch, 18. November 2015

Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender: Notizbüchlein

Heutzutage gibt es für nahezu alles eine App. Mein Ticket für die Stadtbahn? Kaufe ich mit einer App. Die Staulage auf der Autobahn? Checke ich mit einer App. News lese ich? Mit einer App. Einkaufslisten? Tippe ich ins Handy - in eine App, und teile sie dann kurze Zeit später auch noch mit dem Herrn des Hauses schoenstebastelzeit, damit er auf dem Heimweg noch schnell in den Supermarkt springt. Es gibt aber eine große Ausnahme: Ideen - die schreibe ich nach wie vor am liebsten in ein Notizbuch, meine alltime-Begleiter. Unschlagbar ist so ein kleines Büchlein auch, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Sei's im Restaurant, im Wartezimmer beim Arzt, oder schlichtweg überall, wo's mal wieder länger dauert: Notizbuch und Stift raus - und das kleine Fräulein ist beschäftigt! Somit geht der Trend hier im Hause schoenstebastelzeit eindeutig zum Dritt- oder gar Viertnotizbuch. Mindestens. Weil sie so schnell aus hübschen Motivkartons selbst gebastelt sind. Und wie das geht, das verrate ich Euch heute - bei meiner Blogreihe mit den Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender.

Selbst gemachte Notizbüchlein - ein Tutorial von (c) www.schoenstebastelzeit.de

Dienstag, 17. November 2015

Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender: Täschchen für alle Fälle

Ein Täschchen geht immer, oder? Etuis und kleine Ordnungshelfer in allen Farben und Formen sind bei mir mittlerweile echte Geschenke-Klassiker geworden. Und deswegen dürfen sie bei meiner Blogreihe mit den "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender" auf keinen Fall fehlen. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht? Aber ich nähe am allerliebsten nach Vorlage. Einfach deshalb, weil es so herrlich bequem ist. Schließlich hat sich vorher schon jemand anderes den Kopf darüber zerbrochen, ob das dann auch alles so wird, wie's werden soll. Und weil ich mir ziemlich sicher bin, dass es ganz vielen von Euch genauso geht, habe ich mal wieder eine Vorlage für Euch ausgetüftelt - damit ihr wirklich ratz-ratz ein oder zwei oder drei oder sieben Täschchen nähen könnt. Also, ran an Drucker, Stoff und Nähmaschinen. In 13 Tagen ist der 1. Dezember.

Täschchen für alle Fälle - ein Tutorial von (c) www.schoenstebastelzeit.de

Montag, 16. November 2015

Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender: Lieblingspflaster

Es ist jedes Jahr dasselbe hier im Hause schoenstebastelzeit. Das kleine Fräulein kann es nicht erwarten, bis endlich Advent und Weihnachten ist. Sie fragt fast jeden Tag: Wie oft noch schlafen? Und das, obwohl wir gerade mal Mitte November haben. Und ich? Ich wünsche mir nicht selten noch ein oder zwei - nein, nicht Extra-Tage - sondern gleich Extra-Wochen, um all das zu schaffen, was ich "schon immer mal in der Adventszeit machen wollte". Ich weiß, mein Wunsch erscheint in diesen Tagen nicht nur banal, sondern geradezu lächerlich. Und ja, auch ich habe mich gestern gefragt: Kann ich unter den aktuellen Umständen diese Blogreihe starten? Will ich es überhaupt? Gerade mal fünf Monate ist es her, dass ich mit meiner Lieblingsnichte durch Paris flaniert bin. Wir waren glücklich. Wir fühlten uns frei. Wir machten zwei Tage nichts anderes, als das Leben zu genießen. In Paris. In der Stadt, in der am Freitag mehr als 130 Menschen aus dem Leben gerissen wurden. Auf eine Art und Weise, die sich jenseits unseres Vorstellungsvermögens befindet. Mein Herz ist schwer, wenn ich an Paris denke. Aber wenn ich nach Paris blicke, in den Nachrichten, in den sozialen Medien, dann sehe ich Menschen, die zeigen: Wir machen weiter! Es ist nicht leicht, die Angst sitzt uns im Nacken. Aber: Wir machen weiter! Und genau das mache ich, das machen wir als Familie, auch. Unsere größte Motivation: das kleine Fräulein. Wir wissen nicht, in was für eine Welt sie hinein wächst. Und gerade in Zeiten wie diesen haben wir auch Angst vor der Antwort auf diese Frage. Aber wir möchten uns nicht von dieser Angst diktieren lassen - deswegen leben wir ihn, den Alltag. Und genau deshalb startet sie heute trotzdem, meine Blogreihe mit den Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender: mit Pflastern aus Lieblingsstoffen.

Freitag, 13. November 2015

Der Katalog der Nähbloggerinnen ist da! #freutag

Heute ohne viele Worte. Dafür mit ganz vielen Bildern. Denn er ist endlich da, der dicke, fette Katalog der Nähbloggerinnen. Und damit unser aller Protest gegen die Ausbeutung in der Bekleidungsindustrie. 304 Seiten stark. Eine Gemeinschaftsaktion von 284 Bloggerinnen. Wir alle sagen: Ein Shirt für 2 Euro? Ein Pullover für 5 Euro? Jeans für 6 Euro? Nein! #thisisnotokay.


Donnerstag, 12. November 2015

12 von 12 im November

Ist es Kunst? Ein Spaß? Unterhaltung? Oder ist es einfach langweilig? Das frag ich mich immer mal wieder am zwölften Tag des Monats. Wenn es wieder Zeit ist für die Aktion "12 von 12" - sprich zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats zu schießen, und auf dem Blog zu zeigen. Manchmal ist es für mich ein Leichtes, Euch zwölf Bilder zu zeigen. Voller Leben. Abwechslung. Mit schönen Farben. Wie etwa im Mai. Oder im September. Und dann gibt es Tage wie heute. An denen ich vor lauter Alltag das Fotografieren ganz oft einfach vergesse. Ich rausche morgens aus dem Kindergarten raus und denke: "Mist! Du wolltest doch ein Foto für 12von12 machen." Dann rausche ich weiter ins Büro, vom Schreibtisch in die Mittagspause und abends wieder nach Hause. Und dann? Dann klicke ich mich durch die ersten Beiträge bei "12 von 12", und ich schau sie mir einfach gerne an, die Alltagsbilder der anderen. Einblicke in ganz normale Leben. Eben. Das ist es, was die Aktion ausmacht. Was hier heute so los war? Zumindest in den Momenten, in denen ich das Fotografieren nicht vergessen habe? Schaut sie Euch an, unsere

12 von 12 im November

1) Hallo, Du süßer Fuß! Da hat sich heut Nacht jemand ins große Bett gekuschelt.
2) Koffein für mich zum Wachwerden.
3) Frühstück fürs kleine Fräulein: Müsli? Nein, Schneeflocken!
4) Wunderbare Post! Was drin ist? Wird erst an Nikolaus verraten. 

Dienstag, 10. November 2015

Das neue Türkis #probenähen

"Mamaaaa, da sind Spinnen drauf!" Es gibt Sätze, die höre ich nicht wirklich gerne, wenn ich meinem kleinen Fräulein ein neues Kleidungsstück zeige. Ich hatte hier schon so manche Ansage. Von "Das ist aber hässlich" über "Das zieh ich nicht an" bis hin zu "Das ist aber für Jungs!" reicht die Palette. Aber zum Glück sind viereinhalbjährige Mädchen nicht nur sehr direkte, sondern oft auch  recht wankelmütige Wesen - und wird das genähte Einzelstück erst mal mit den richtigen Teilen kombiniert, zieht es meist doch mit großer Freude in den Kleiderschrank ein. Mit einer spontan entwickelten Spinnenphobie hatte ich es allerdings noch nie zu tun. ICH hatte die bei der Auswahl des kuscheligen Sweats nämlich komplett übersehen...

Donnerstag, 5. November 2015

Mein Zwei-Farben-Kuschelpulli #rums #probenähen

Ist das nicht ein Herbst wie aus dem Bilderbuch? Morgens, wenn ich das kleine Fräulein in den Kindergarten bringe, hüllt uns noch der feuchte Nebel ein, er kitzelt uns in der Nase, setzt sich in miniminimini-Tropfen auf Schal und Mütze - aber kurze Zeit später blitzen schon die ersten Sonnenstrahlen durch das Grau. Und am späten Vormittag hat sich die graue Welt in eine bunte verwandelt. Ja, in der Natur, da mag ich bunt. Nur nicht eben an mir, wie ihr letzte Woche erfahren habt. Deswegen hat mein neuer Herbstpulli nur zwei Farben. Und die Schönheit des eigentlich sonst schlichten Raglan-Sweaters liegt dieses Mal wirklich im Detail - es sind die Saumabschlüsse, die den Pulli besonders machen. So einfach. So gut. Und schlichtweg mal was anderes.

Dienstag, 3. November 2015

Zum Ponyhof? Da geht's lang...

Es gibt sie, die Tage, an denen nichts läuft, wie es laufen soll. Der Wecker klingelt gefühlt viel zu früh, irgendwer hat vergessen, die Heizung im Bad hochzudrehen, das Duschgel ist alle, und der Marmeladentoast liegt statt auf des Fräuleins Teller auf den Fliesen. Auf welcher Seite er landet, muss ich nicht erwähnen - is' eh klar! Es sind die Tage, an denen die To-Do-Liste unglaublich lange ist. Und man eigentlich morgens schon weiß, dass man abends nicht einmal die Hälfte geschafft haben wird. So ein Tag war letzte Woche. Und was sagte da der Mann im Hause schoenstebastelzeit? "Ich mach' heut' mittag frei!" Aber nicht etwa, um Duschgel einkaufen zu gehen, oder um rote Marmeladenfliesen wieder in weiße zu verwandeln. Nein! Er wollte uns einfach zeigen, dass das Leben manchmal doch ein Ponyhof ist...