Donnerstag, 29. Oktober 2015

Kunterbunter Herbst #rums #probenähen

Ja, er war das, was man einen Streichelstoff nennt: der Blattwerk von Blaubeerstern. Letzten Herbst, als das Design heraus kam, habe ich mir nur einen Kuschel-Loop daraus genäht. Absichtlich. Denn für einen Loop reichen knapp 30 Zentimeter. Bleiben also immer noch genug übrig für den Vorrat, für ein oder gesagt das große Projekt aus dem Stoff. So mach ich das gerne mal mit Lieblingsdesigns.  Und horte und horte und horte. Eigentlich totaler Quatsch, denn Lieblingsstoffe sehen nicht im Stoffregal am besten aus, sondern vernäht. Das dachte ich auch von Blattwerk. Bis ich dann das erste Mal in mein neues Shirt schlüpfte, mich vor den Spiegel stellte, und dachte: "Huch, das ist aber ganz schön bunt geworden!"

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Boooooo! Bald ist Halloween

So ganz hat das kleine Fräulein dieses Halloween noch nicht verstanden. Verkleiden findet sie super, aber warum so gruselig? Eine süße Kürbis-Fee ist doch auch prima, sagt sie. Geister sind übrigens eklig, und Vampire sowieso. Die Hexen? Gibt's nur im Märchen. Trotzdem freut sie sich auf diesen Tag: Weil wir wie jedes Jahr unseren Riesenkürbis schnitzen, Süßigkeiten in kleine Tütchen packen, und abends versuchen werden, die kleinen Monster, die an unserer Haustür klingeln, ein bisschen zu erschrecken. Bevor sie gierig ihre Naschi-Tüte grabschen und wieder ins Dunkel der Nacht entschwinden. Ein bisschen Gruselfeeling haben wir uns die Tage schon ins Haus geholt - mit lustigen Knetfigürchen.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Baby-Boom #probenähen

Es war vor drei Wochen. Ich saß mit Freunden beim Lieblingsitaliener. Wir waren verabredet zum Lunch. Eigentlich nichts Außergewöhnliches. Machen wir öfters mal in dieser Runde. Wir plaudern über die Arbeit, über die Hochzeit ihres Bruders. Sie erzählt begeistert. Von der Aufregung. Der tollen Torte. Den Freudentränen. Ich höre zu, lasse mich mitreißen von der Stimmung. Nur einer wirkt etwas ungeduldig: ihr Freund. Gar nicht so seine Art. Und dann platzt - mitten in das andere Gespräch hinein - eine thematisch völlig unpassende Frage aus ihm heraus: "Du, habt ihr eigentlich Eure Wiege noch?" Kurze Stille. Ich höre mich noch fragen: "Braucht ihr etwa eine?", aber eigentlich weiß ich sofort: Die beiden werden Eltern! Was für Neuigkeiten! Am liebsten würde ich dem Kellner zurufen: "SCHAMPUS!" Aber erstens sind wir nur in der Mittagspause, und zweitens ist der nix für werdende Mütter. Somit stoßen wir mit unserem Wasser an, und plaudern nur noch übers Baby, Baby, Baby. Vor fünf Jahren - als ich mit dem kleinen Fräulein schwanger war - fand ich es immer etwas komisch, wenn Freunde, die selbst bereits Eltern waren, regelrecht ausgeflippt sind vor Freude über unsere Neuigkeiten! Ganz ehrlich? Heute bin ich selbst so. Und wohin mit all der Freude? Man kann ja nicht den ganzen Tag die Freunde angrinsen, und ihnen immer und immer wieder sagen, dass man sich mit ihnen freut. Daher: Die Freude am besten umwandeln - in Energie, und ein Wolkenmobile nähen.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Glitzerpopitzeralarm! Oder: Wir basteln eine Einhorn-Laterne

Wer mich einmal reden hören hat, der weiß: Ich komm aus dem Schwobaländle! Aufgewachsen bin ich in einem 3000-Seelen-Ort am Rande des Schwarzwalds. Und dort gibt es im Oktober - auch heute noch! - das Kilbesingen. Eine schöne Tradition, bei der die Kinder mit ihren Laternen von Haus zu Haus ziehen, vor den Türen ihr traditionelles Kilbelied singen, und dafür mit Süßigkeiten belohnt werden. Kilbe - das war ein Highlight im Herbst für uns Kinder. Vier Abende lang. Von Sonntag bis Mittwoch haben wir gesungen, bis wir heiser waren. Oder: Bis unsere Laterne in Flammen aufging. Ist jedem mal passiert. Großes Drama! Tränen! Und doch gehörte das irgendwie dazu. Denn - ja, so alt bin ich wirklich schon! - diese Elektro-Laternenstäbe, die gab es bei uns noch nicht. Geschweige denn LED-Teelichter! Vor wenigen Jahren noch, sagte ich überzeugt: "Mein Kind bekommt mal 'ne echte Kerze in seine Laterne!" Typisches Noch-Nicht-Mutter-Geschwätz eben! Heute? Hat das kleine Fräulein natürlich eine LED-Kerze in ihrer Laterne. Denn - seid ehrlich! - ein Einhorn kann man doch nicht guten Gewissens den Flammen aussetzen. Das ist bestimmt schlecht fürs Karma!

Sonntag, 18. Oktober 2015

Herbst-Nascherei: Kürbis-Cookies

"Irgendwas mit Kürbis!" Das hab ich auf die Liste geschrieben, die letzte Woche im Kindergarten hing. Es ging um das Buffet für den Elternabend. Und weil die Klassiker - Schinkenhörnchen, Blätterteigschnecken, Gemüsesticks - schon aufgelistet waren, hab ich gedacht: Mach ich halt was mit Kürbis! Der ist a) regional - da im Schwarzwald bei meiner Familie gewachsen. Und b) auch noch saisonal. Bingo! Was will man mehr? So - und da saß ich dann daheim, und überlegte: Was machste nun eigentlich aus Kürbis? Suppe ist nichts für ein Buffet. Flammkuchen auch nicht, da dieser am besten heiß direkt aus dem Ofen schmeckt. Kürbis-Konfekt? Hm, fast ein bisschen mächtig. Außerdem ist das mit Schwipps, und das finden auch nicht immer alle toll. Muffins? Ach nö, die will ich bei einem Elternabend nicht sehen, schließlich gibt es die bei jedem Kinderfest. Aber was bleibt dann noch? Letztendlich sind es Kürbis-Cookies geworden. Denn: Was Süßes geht immer, oder?

Freitag, 16. Oktober 2015

Hier kommt Claus! #probeplotten

Er ist ein verdammt cooler Kerl, das muss ich schon sagen! Aber ich bin mir sicher, er hat ein weiches Herz. Ein samtweiches Herz sogar. Das verraten seine Augen, die so schelmisch hinter der riesigen Brille hervor lugen. Und dann erst das Fell! Schwarz und grau - modetechnisch liegt er damit voll im Trend diesen Herbst. Aber nein, er trägt die zwei Farben nicht willkürlich kombiniert, im Gegenteil. Akkurat sind die Linien in seinem Gesicht gezogen - und verleihen ihm dadurch seinen ganz besonderen Charakter. So eine liebenswert-freche Mischung aus "IchbinjaauchsoeinganzNetter" und "AberichhabsfaustdickhinterdenOhren". Ach, was red ich lange drumrum: Wir sind verliebt. Alle. Die ganze Familie. Hals über Kopf. In Claus. In den coolen Claus. Den Waschbären mit der Brille.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Nüsse, die verzaubern #gelesen

"Kann ich die jetzt anfassen", fragte ich mich das kleine Fräulein skeptisch, als ich letzte Woche die ersten Zauber-Eicheln auf den Tisch legte. "Na klar, warum denn nicht?", fragte ich verwundert. Schließlich hatten wir den fertigen Hütchen-Früchten regelrecht entgegen gefiebert. Zuerst habe ich die ganze Familie schalu gemacht mit meiner Eichelhütchen-Sucherei. Als dann die Hütchen endlich im Haus waren, hat sich das kleine Fräulein sogar eine ganz eigene Zaubereichel - natürlich in rosa - gewünscht. Nun lagen die fertigen Früchte auf dem Tisch. Aber das kleine Fräulein wollte sie partout nicht in die Hand nehmen. "Was passiert, wenn ich die anfasse?", hakte sie noch einmal genau nach. Und rückte dann mit der eigentlichen Frage aus: "Werde ich dann verzaubert?" Hach, wie ich mein kleines Fräulein liebe - für diese grenzenlose Phantasie. Und ja - irgendwie können die Eicheln schon ein klitzekleines bisschen zaubern. Und zwar ein bisschen Herbstmagie ins Haus.

Montag, 12. Oktober 2015

12 von 12 im Oktober

Hallo Herbst! Ich mag Dich, wirklich! Deine kühlen, fast frostigen Morgenstunden, Dein warmes Licht den ganzen Tag über. Die warmen Sonnenstrahlen, die man einfach nur genießen kann. Und ja, ich mag es auch, dass es wieder früher dunkel wird. In der Dämmerung in gemütliche Stuben spicken, Kerzen anzünden, Tee trinken - herrlich! Doch eines ist mir nach wie vor ein Rätsel: Warum der Herbst die "ruhige Zeit" genannt wird. Also: hier ist das definitiv nicht der Fall. Ich fühle mich wie ein Eichhörnchen, das den ganzen Sommer über Nüsse - respektive kreative Ideen - gesammelt hat. Und jetzt, im Herbst und Winter, möchte ich sie alle auspacken. Mal sehen, was ich alles schaffen werde. Was heute so los war? Wochenstart. Unspektakulär. Alltag pur eben. Schaut sie Euch an unsere

12 von 12 im Oktober


1) Du liebe Herbstsonne, ich mag es, wenn Du morgens durch die bunten Blätter leuchtest.
2) Zweites Frühstück: Bananenbrot und Milchkaffee.
3) Das kleine Fräulein hat mir einen Gruselkürbis gemalt.
4) Herbstkleid und Weste, Kuschelhoodie und Schlafanzug - die Stoffe dafür sind im Haus. 

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Cooler Hoodie in den Bergen #probenähen

Urlaub am selben Ort? Fünf Jahre hintereinander? Ist doch nur was für Langweiler! So habe ich früher selbst gedacht! Und heute? Haben wir selbst solch einen Sehnsuchtsort, an den es uns immer wieder zieht: Südtirol! Egal, ob zum Skifahren oder zum Wandern oder einfach nur, um ein bisschen durchzuschnaufen: Südtirol geht irgendwie immer. Das Tolle daran, wenn man immer wieder an denselben Ort fährt: Man ist sofort im Urlaub. Man muss sich nicht erst zurecht puzzeln. Man kann direkt genießen - leckeren Apfelstrudel, den ersten Schnee auf den Bergen, die wärmende Spätsommersonne am Nachmittag, die wunderbare Kulisse. Letztere musste ich einfach nutzen, um den neuen Hoodie des kleinen Fräuleins in Szene zu setzen - mit coolen Beuteltaschen, um kleine Herbstschätze zu sammeln...