Donnerstag, 20. Februar 2014

Premierenparty hoch drei

Heute müsste ich eigentlich mein kleines Schwarzes tragen.
Wenn ich denn noch eines im Schrank hätte.
Aber das einzige derzeit schwarze Kleid ist aus Strick.
Und Strick ist bekanntlich so premierenpartytauglich wie eine Wollsocke in Pumps.
Aber gefeiert wird trotzdem - denn hier gab's die Tage gleich drei Premieren.
Und was musste ich mich beherrschen, dass ich nicht zu viel raus posaune.
Alle, die regelmäßig bei facebook und instagram reinschauen,
konnten in den vergangenen Tagen ja schon ein bisschen spicken.
Für allen anderen lüfte ich heute das Geheimnis.

Vorhang auf für.... MALU


Malu ist eine tolle Umhängetasche - eine kompakte Begleiterin für zwischendurch.
Genau richtig, wenn man mal nicht den großen All-in-Beutel rumschleifen will.
Sondern Geldbeutel, Handy, Taschentücher und Notizbüchlein reichen.

Und Malu ist für mich etwas ganz Besonderes: Denn es war mein erstes Probenähen.
Schnittmuster-Jungfernfahrt sozusagen. Und die schoenstebastelzeit mit an Bord.
Mit ins Boot geholt hatte mich die liebe Kerstin von keko-kreativ.
Mein Ehrgeiz war geweckt. Und so lautete das Motto: "Nicht kleckern, sondern klotzen!"
Und so hat mir Kerstin gleich noch zwei weitere Premieren beschert.
Denn ich wollte nicht irgendeine Malu nähen. Sondern eine wunderschöne Malu.
Und so bin ich beim Stoffestöbern über Kunstleder in Kombi mit Wachstuch gestolpert.
Ich bin positiv überrascht: Das Kunstleder ließ sich super verarbeiten.


Malu hat eine Außentasche - in der man alles verstauen kann, was man schnell zur Hand braucht.
Mein Highlight ist aber der Steg hinten. Er sieht raffiniert und schick aus.


Meinen Frieden hab ich auch mit den Ösen geschlossen. In beschichtete Baumwolle lassen sie sich aber auch deutlich einfacher einschlagen wie in Bündchenware. Ich hatte trotzdem mit Vlies verstärkt, denn ich wollte schlichtweg auf Nummer sicher gehen.


Im Inneren hat Malu noch eine kleine Innentasche - gerade groß genug fürs Smartphone,
das für uns Blogger ja immer in Griffnähe liegen und nicht in der Tasche herumfahren muss.

Und die dritte Premiere? Das war für mich die selbst genähte Paspel!
Zuerst die Kordel im Schrägband verstaut, dann die Kordel eingenäht - und drüber gefreut.
Es ist wie mit so vielen Nähmonstern. Erst hören sie sich kompliziert an.
Aber hat man's einmal gemacht, fragt man sich, warum man sich nicht schon viel früher dran gewagt hat.


Weil ich so im Malu-Fieber war, hab' ich gleich noch etwas rumexperimentiert.
Denn hier springt ja noch das kleine Fräulein von Schneck umher.
Und nichts ist derzeit cooler als etwas genau gleiches zu haben wie Mama.
Also: Schnitt genommen, auf 75 Prozent verkleinert ausgedruckt, und ein zweites Modell genäht.


Die Haupttasche ist aus robustem Jeansstoff, die Außentasche aus fröhlicher Frösche-Baumwolle.
Nur den Steg habe ich hier - wie bei meiner Tasche auch - aus beschichteter Baumwolle genäht.

Auch die kleine Tasche hat eine Innentasche bekommen.
Fräuleins von Welt haben schließlich heutzutage auch schon ihr eigenes Handy.
Ja, es ist pink. Aus Plastik. Und sie liebt es.


Ab sofort gehen die Damen im Hause von Schneck nur noch im Partnerlook vor die Tür.
Und tragen beide mit einem stolzen Grinsen ihre Malus spazieren.


Wenn ihr jetzt Lust auf Malu bekommen habt, dann schaut doch mal bei Kerstin (--> HIER!) vorbei.
Dort könnt ihr auch noch die ganzen anderen Malus der Probenäherinnen sehen.
Unglaublich, wie vielfältig so ein Schnittmuster immer wieder ist.
Und ich sag' einfach noch mal Danke, dass ich dabei sein durfte.
Spaß gemacht hat's! Einen Heidenspaß sogar!

Ich führ' jetzt mein Täschchen aus, unter anderem erst mal zu Rums,
mal sehen, ob dort noch jemand eine Premieren-Party zu feiern hat.
Rauschend sind die Rums-Partys ohnehin - bei mittlerweile fast 400 Teilnehmern pro Woche.

Hoch die Tassen!
Eure

katja


Schnitt
"Malu" von keko-kreativ
Stoffe große Malu: 
Kunstleder, beschichtete Baumwolle, Baumwoll-Leinen
alle von Stoff & Stil 
 Stoffe kleine Malu: 
Frösche und beschichtete Baumwolle  vom Händler vor Ort
Jeansstoff von b'utinette

Dienstag, 18. Februar 2014

The british collection? Check!

Es gibt sie, diese Streichelstöffchen.
Die man niemals nicht anschneiden mag. 
Dann wären sie ja weg. Verbraucht. Vernäht. 
Die Diagnose ist ganz einfach: Akute Stoffverarmungsangst. 
Eine lästige Phobie. Sie hat nämlich unangenehme Nebenerscheinungen. 
Unter anderem diese, dass das Nähzimmer langsam zu klein wird. 
Was wäre die Lösung? Ein Stoffkauf-Verbot? Würde sicherlich helfen. 
Ich weiß aber jetzt schon, dass dieser Vorsatz zum Scheitern verurteilt ist. 
Deswegen wird hier jetzt jede Woche ein Stöffchen aus dem Archiv vernäht. 


Genau so ein Schätzchen ist dieser wunderbare Karo-Stoff. 
Monatelang hab ich in Deutschland nach diesem Muster gesucht. 
Vergeblich. Entweder waren die Farben absolut daneben, oder das Muster. 
Und dann? Flog eine Freundin für ein paar Tage nach Istanbul. 
Auf der Rückreise im Gepäck: ein Meter feinstes Karo-Stöffchen. 

Zwei Jahre ist das nun her. Jetzt endlich habe ich ihn angeschnitten. 
Und daraus ein kleines Trio für die Handtasche genäht. 


Zum einen ein kuscheliges Zuhause für ein i*pad-mini. Die Hülle selbst ist aus Wollfilz,
in der aufgesetzten Karo-Tasche findet aber auch das dazugehörige Telefon ein Plätzchen.
Damit nichts herausfällt, wird beides mit einem kleinen Riegel verschlossen.


Wo britisches Wetter ist, ist meist eine Rotznase nicht weit. Daher durfte eine Taschentüchertasche nicht fehlen. Weil die wirklich ratzfatz genäht sind, hab' ich gleich ein ganzes Trio produziert. Schicke Kleinigkeiten, um mal schnell jemanden eine Freude zu machen, kann man schließlich nie genug parat liegen haben. 


Und für den ganzen Krimskrams, den frau sonst so mit sich rumschleppt, gab's auch noch gleich ein kleines Kosmetiktäschchen. Dieses Mal ganz ohne Schnickschnack und Taschenbaumler. Dem schönen Karo-Muster kann sowieso nichts die Show stehlen. 


Das Streichel-Stöffchen ist somit umgezogen. Von der Schatzkiste in die Handtasche.
Und das hat einen riesengroßen Vorteil: Ich hab' jeden Tag Freude an ihm. 
Nicht nur, wenn ich die Stoffkiste öffne. Eigentlich ein guter Deal. 

Wie geht es Euch? Seid ihr auch Stoff-Eichhörnchen? Und sammelt für bitterkalte Stoffwinter?
Oder kauft ihr, vernäht sofort, und habt somit immer Platz für Nachschub? 
Und was ist Euer ganz persönlicher Stoff-Schatz! Wenn ihr mögt, 
lasst es mich gerne wissen - ich freu' mich immer über Post. 

Es grüßt Euch herzlich

katja, die stoffsammlerin

PS: Dieses Geständnis meiner akuten Stoffverarmungsangst verlinke ich gleich noch beim Creadienstag. Ich bin sehr zuversichtlich, dort Menschen zu treffen, denen es genauso geht :-)

Schnitte:
i*pad-Mini-Hülle: eigenproduktion (Maße + 2 cm Nahtzugabe)
TaTüTa: Nach einer Idee von --> HIER!
Kosmetiktasche: Freebook von Lillesol & Pelle (HIER!), allerdings verkleinert
Stoffe:
Wollfilz: Stoff Wagner Ludwigsburg
Karo-Stoff: irgendwo aus Istanbul :-)
schwarzer Kombistoff: vom Stoffmarkt

Mittwoch, 12. Februar 2014

12 von 12 im Februar

Mittwoche sind bei uns Lieblingstage.
Da läuft alles einen Gang langsamer.
Denn das kleine Fräulein hat kita-frei.
Drei oder sieben Bücher im Bett anschauen? Gebongt!
Frühstück im Schlafanzug? Wie wunderbar!
Schnecken auf dem Gehweg? Prima, wir verfolgen sie!
Somit, heute in Slow-motion, unsere

12 von 12 im Februar


Kennt ihr noch den kleinen Maulwurf?
Ich habe ihn als Kind geliebt. 
Kein Wunder, dass er hier allgegenwärtig ist. 
Als Bügelbild auf Shirts, als Fingerpuppe - und natürlich in Büchern. 
Vermisst das kleine Fräulein etwa den Schnee?
Denn das ist gerade ihr Lieblingsmaulwurfsbuch!


Frühstück ohne Banane?
Bei den von Schnecks nur ein halbes Frühstück.
Warum da Super-Mama drüber steht? Keine Ahnung!
Wäre das hier wirklich so, dann hätt ich die Banane ja in Form schnitzen, 
und nicht nur in öde Scheiben schneiden müssen. 


Ganz ohne Laptop geht's auch an Genießer-Mittwochen nicht.
Ein paar Mails beantwortet für eine gute Sache: 
Blogger backen Kuchen für die Vesperkirche in Ludwigsburg. 
Wenn ihr mitmachen wollt, klickt einfach mal auf den Kuchen-Button links oben oder fix --> HIER!


Schnelles Kühlschrankauffüllen beim Supermarkt um die Ecke. 
An Kürbis haben wir uns immer noch nicht satt gegessen.


Lebensfreude pur!
Das kleine Fräulein tanzt regelrecht nach Hause!
Kein Wunder - bei dem Wetter!


Mittwoch ist Bestimmer-Tag, 
zumindest was das Mittagessen angeht. 


Schnelles Foto-Shooting! Typisch Frau von Schneck!
Wie war das noch mal? Gäbe es die letzte Minute nicht, 
würde vieles nicht vollendet werden? Absolut zutreffend hier im Hause!


"Ich will auch eine Karte schreiben!"
Na, wenn's sonst nichts ist!
Bitteschön! Und Absender nicht vergessen!


Wie? Noch ein Baby? 
Ja, aber nicht unseres. Sondern das einer lieben Freundin. 
Und so winzige Händchen. Zuckerschock!
Und das bestimmt nicht wegen des Kuchens und der Schokolade!
Sondern wegen des kleinen Menschleins!


Die Tage werden wieder länger - wie schön!
Wir fahren mal nicht im Dunkeln nach Hause.


KONFETTI! KONFETTI! KONFETTI!
Im Badezimmer ist bei uns das ganze Jahr über Fasnet!
Und ja, die Ente muss so. Wir sind doch grad rosa. Oder pink. Alle. Immer. Überall.


Was früher die Chips vorm Fernseher, sind für mich jetzt die Kekse am Laptop.
Selbst gebacken. Aus simplem Mürbteig. Ohne alles. 
Manchmal sind es die einfachen Dinge, die verdammt lecker sind. 


Ratzfatz rum, so ein lazy wednesday! 
Und bevor der Uhrzeiger noch weiter vorrückt, 
schau ich noch ganz schnell bei Frau Kännchen vorbei, 
bei der sich auch heute wieder alle versammeln, 
die am 12. jeden Monats ihren Tag in zwölf Bildern dokumentieren. 

Entschleunigte Grüße schickt Euch 
Eure

katja

Sonntag, 9. Februar 2014

Backe, backe Kuchen - Blogger tun Gutes

Diese Woche hatte ich ständig Lust auf Kuchen.
Süßes. Gebackenes. Mit ganz viel Schokolade.
Wer war schuld daran? Der Stuttgarter Bloggerstammtisch.
Ich war das erste Mal mit von der Partie - und ein Exot.
Denn ich war die Einzige, die mit der Nähnadel zaubert.
Und nicht mit dem Schneebesen und der Pralinengabel.

Doch irgendwann stand sie im Raum, die Frage an die Back-Ladies:
Was macht ihr eigentlich mit den ganzen Leckereien?
Alles selbst essen? Niemals - die Mädels sind alle schlank und rank.
"Andere glücklich damit machen", lautet hingegen die Devise.
Die Familie, Freunde, Kollegen, Kommilitonen. 


Mich hat die Frage die ganze Woche über nicht losgelassen. 
Denn wie wäre es, wenn man mit dem Kuchen mal denen Freude macht,
die sonst selten in den Genuss eines selbst gebackenen Kuchens kommen?

Gesagt, getan. Und bei der Vesperkirche in Ludwigsburg angerufen.
Seit heute hat sie wieder in der Friedenskirche geöffnet,
und bietet armen Menschen das, was ihnen sonst kaum möglich ist:
Gemütlich essen gehen, mit vielen Menschen an einer Tafel sitzen, genießen.
Für 1,50 Euro bekommt man in der Friedenskirche nicht nur eine warme Mahlzeit,
sondern auch noch ein Stückchen Kuchen. Am liebsten selbst gebackenen.
Denn: "Für die Menschen, die in die Vesperkirche kommen, ist es oft lange her,
dass jemand für sie gebacken hat", sagt Bärbel Albrecht vom Organisationsteam.

Bis zu 500 Menschen speisen täglich in der Ludwigsburger Friedenskirche.
Das heißt: Täglich werden zwischen 35 und 40 Kuchen benötigt.
Na, wenn das keine Aufgabe für das schwäbische Bloggerland ist!


Ich mache den Anfang - und bringe diese Woche ein ganzes Blech voll Käsekuchenglück vorbei.
Und werfe nun einfach mal einen Stein ins Wasser, und hoffe, dass er weite Kreise zieht.

Macht mit! Heizt den Ofen an! Teilt Freude! 
Und backt einen Kuchen für die Vesperkirche in Ludwigsburg!

Ein paar klitzekleine Spielregeln gibt es dabei zu beachten:
Um nicht an einem Tag zehn und am anderen Tag 60 Kuchen zu haben,
hat die Vesperkirche Ludwigsburg eine Kuchen-Hotline eingerichtet:
Unter der Telefonnummer (0176) 75215057 erreicht ihr Ute Marquart.
Mit ihr sprecht ihr ab, an welchem Tag ihr spenden möchtet.
Wichtig zu wissen ist: Kuchen können nur zwischen 10 und 11.30 Uhr abgegeben werden.

Worauf die Organisatoren der Vesperkirche besonders hinweisen:
  • Der Kuchen sollte durchgebacken sein - also Finger weg von rohem Eiweiß oder Schokokuchen mit weichem Kern, das sieht der Wirtschaftskontrolldienst gar nicht gern
  • Dasselbe gilt für Sahnetorten. Da die Vesperkirche für die Menge an Kuchen keine Kühlmöglichkeiten hat, bitte ein anderes Rezept wählen. Aber es gibt so viele leckere Möglichkeiten - Obstkuchen, Käsekuchen, Rührkuchen, Hefekuchen, Streuselkuchen.
  • Kein Alkohol - auch kein Aroma. Schlichtweg deshalb, weil manche Menschen jahrelang gegen Alkoholprobleme gekämpft haben, trocken sind, und nun ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte reicht, um rückfällig zu werden. 

**** EDIT: Die Aktion lief 2014 - verlinkt werden kann nicht mehr. Aber gebacken natürlich. ****

Frei nach dem Motto "Tue Gutes und rede darüber"gibt es natürlich auch eine Linkliste.
Sprich: Schreib über Deinen Vesperkirchen-Kuchen! Berichte in Deinem Blog - egal ob Du normalerweise nähst, schraubst, schreibst, liest, oder über irgendetwas anderes bloggst - warum Du gerade diesen und keinen anderen Kuchen gebacken hast! Natürlich freue ich mich auch, wenn Du verrätst, was Dich dazu motiviert hat, bei der Aktion mitzumachen! Und dann trage Dich und Deinen Beitrag in die Linkliste unten ein. Ich werde sie bis Mittwoch einrichten, und dann bis zum 2. März - bis zum Ende der Vesperkirche - geöffnet lassen.

Auch wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr teilnehmen.
Du bist nur bei Facebook? Prima! Dann berichte dort über Deinen Vesperkirchen-Kuchen.
Gerne darfst Du das Bild auch direkt auf die schoenstebastelzeit-Seite posten.
Du findest sie mit einem klick --> HIER!

Nicht zuletzt könnt ihr natürlich auch fleißig bei Instagram über die Aktion berichten,
und auch dort Euren gespendeten Kuchen zeigen. Der Hit wären Fotos von Euch mit Eurem Kuchen bei der Abgabe in der Friedenskirche. Benutzt dafür einfach die folgenden beiden Hashtags: #kuchenfuerdievesperkirche oder #bloggerbackenkuchenfuerlb

Also, schwingt die Schneebesen! Schmeißt die Rührgeräte an! Und rührt die Werbetrommel!
Backen macht Freude - für einen guten Zweck gleich doppelt!


Ich halte Euch natürlich über die Aktion auf dem Laufenden! Auf allen Kanälen!
Und werfe nun mit einem dicken PLUMPS meinen Stein ins Wasser!
Lasst ihn Kreise ziehen!

Eure

katja

PS: Ihr habt noch Fragen? Dann schreibt mir einfach eine Mail an
bloggerbackenkuchen@schoenstebastelzeit.de

Dienstag, 4. Februar 2014

Mit Schirm, Charme und Kapuze

Ich habe soeben mal durchgezählt.
Fünf hab' ich. Und keiner ist wie der andere.
Der eine ist groß und sperrig. Der andere wiederum klein und praktisch.
Der nächste kunterbunt, und dann kommt einer ganz verspielt daher.
Mein liebster aber ist ganz fürchterlich altmodisch. Er ist kein Knirps, sondern recht groß gewachsen.
Überhaupt nicht praktisch, dafür aber unübersehbar. Was ihn vor einem traurigen Schicksal bewahrt:
Nass und verknittert in einem schnöden Garderobenständer vergessen zu werden.

Mein Regenschirm ist für mich weit mehr als nur praktisch.
Er hat eine Geschichte. Denn gekauft hat ihn mir der Herr von Schneck.
In München. Im Lieblingskaufhaus am Marienplatz. Vor vielen, vielen Jahren.
Wichtigstes Kriterium: Keinesfalls ein Ausfahr-Mechanismus wie ein Laserschwert.
Sondern mit Stock. Mit geschwungenem Stock. Wie der Schirm von Mary Poppins.

Das kleine Fräulein ist da noch weitaus anspruchsloser.
Ihr Lieblingsschirm ist aus schnödem Papier. Dazu braucht sie nicht mal Vanille-Eis.
Sondern nur ein passendes Kleidchen - finde zumindest ich! :-D


Superkalifragilistischexpiallegetisch ist der Stoff mit dem fröhlichen Männchen,
das seinen Stock(!)schirm schwenkt und in bunten Regentropfen umher hüpft.


Schon oft lag "dancing in the rain" auf dem Zuschneidetisch. 
Erst wollte ich eine Regenjacke daraus machen. 
Aber dann wäre das schöne Design ja im Innenfutter verschwunden. 
Viel zu schade!


Das passende Webband hab' ich auch gleich mit verarbeitet. 
Denn aus meinem Vorhaben: "Daraus näh ich dann was Passendes dazu" wird meist nichts. 
Daher hab' ich nun einfach Kapuze und Ärmel damit aufgepeppt. 


Das Kleid ist ein richtiger bunter Fröhlichmacher geworden. 
Und erinnert mich vor allem an eines: Dass Regen nicht immer nur grau und mies sein muss. 
Es kommt einfach drauf an, was man draus macht. Ich hab' mir ganz fest vorgenommen, 
das nächste Mal nicht über einen Regentag zu schimpfen, sondern die Gummistiefel anzuziehen, 
und rauszugehen - um gemeinsam mit dem Fräulein in die größte Pfütze zu hüpfen. 


Ich hab's übrigens einfach eine Nummer größer genäht. 
Damit wir auch im Frühjahr noch einem Regenschauer trotzen können. 
Die Kapuze würde sie am liebsten gar nicht mehr ausziehen. 
Dasselbe gilt allerdings auch für die Gummistiefel. Ist ja prima, 
wenn man mit denen extra fürs Foto aufs Gästebett hüpfen darf, ähmm...


Bilderflut - aber Flut passt doch zum Regen, nicht? 
Auf jeden Fall ein dreifaches Hoch auf die neuen Tageslichtlampen. 
Ich geb's ja zu. Man sieht schon den Unterschied, wenn man mit der Spiegelreflex fotografiert. 
Nur manchmal ist das Handy halt so unglaublich praktisch. 


Was ich aber auch noch unbedingt loswerden muss: 

DANKE DANKE DANKE!

Für die vielen lieben Kommentare zu meinen Couch-Tulips!

Und ich bin wirklich völlig von den Socken: Sie wurden doch tatsächlich schon nachgenäht.
Ich weiß: Genau dafür hab ich das Schnittmuster ja eigentlich gemacht.
Aber es ist dennoch einmal etwas ganz anderes, wenn man sieht: someone really did it!
Daher: Nur her mit den Fotos. Ich freu mich riesig, wenn ihr mir Eure Tulips zeigt.
Entweder bei Facebook oder auch gerne bei Instagram (#couchtulips oder #schoenstebastelzeit).

Das fröhlich-bunte Kleidchen schick ich jetzt aber schnell noch zum Creadienstag von Anke,
und weil's fürs kleine Fräulein ist, darf es auch mal bei Meitlisache reinschnuppern.

Ich wünsch Euch eine regenkunterbunte Woche!

Eure

katja

Schnitt:
Kapuziert von Leni-Pepunkt
Stoff:
"dancing in the rain"
von Pamela Hiltl - enemenemeins -  für Lillestoff
Schuhe:
c*rocs - handle it rain boot