Donnerstag, 28. November 2013

Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender (III)

Die Familie von Schneck hat einen Untermieter.
Genauer gesagt eine Untermieterin. Vor wenigen Wochen ist sie eingezogen.
Und wir verstehen uns prächtig. Sie wohnt umsonst. Ist aber auch echt bescheiden.
Alles, was sie braucht, um glücklich zu sein, ist ein Plätzchen im Kühlschrank.
Das einzige Gefahr, die von ihr ausgeht: eine harmlose Form des Mobbings.
Denn die schnöden Plastik-Beutel in kühlmittelblau haben ab sofort ausgedient,
werden missachtet und verschwinden in der hintersten Kühlschrank-Ecke,
wenn SIE erstmal eingezogen ist:

Darf ich vorstellen? Die Beule-Eule



Seit sie eingezogen ist, ruft bei uns keiner mehr nach einem "Kühlpad",
hier rufen alle nur Beule-Eule! Und das kleine Fräulein hat bereits fast vergessen,
dass sie sich den Kopf, das Knie, den Finger oder was auch immer gestoßen hat,
wenn nur die Beule-Eule fleißig Assistenz bei der Ersten Hilfe leistet.

Dank ihrem Kühl-Akku im Inneren kühlt sie schön, dennoch sorgt ihr kuscheliges Fell dafür,
dass die Beule zwar Kühlschrankfrische abbekommt, aber die Haut dabei nicht tiefgekühlt wird.


Allerdings seid gewarnt: Die Beule-Eule ist nicht gerne allein.
Gerne lädt sie sich Freunde ein. Zur Kühlschrank-Party natürlich.
Und wahrscheinlich kuscheln sie sich - sobald die Tür zu und das Licht aus ist -
ganz eng zusammen, damit sie nicht so frieren müssen.


Übrigens haben die Beulen-Eulen noch ein paar verdammt coole Kumpels:
Die Macken-Monster. Mit riesigen Zähnen und einem groooooßen Glubsch-Auge.
Aber wie das meist so mit Monstern ist. Unter ihrem dicken Monsterfell tragen sie
meist ein großes Herz. Und haben deshalb auch immer etwas liebevolles.


Ausgedacht hat sich die netten Kühlschrank-Kumpels die liebe Stephanie von aprilkind.
Eine tolle Seite - gerade für Nähanfänger oder Selfmade-Women wie mich.
Ganz liebevolle Tutorials, mit vielen Bildern. Besucht sie unbedingt mal: www.april-kind.de
Aber sagt hinterher nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.
Euer Wunschzettel wird danach sicherlich etwas länger ausfallen.
Direkt zur Beule-Eule kommt ihr hier --> KLICK!
Direkt zu den Macken-Monstern geht's hier --> KLICK!

Mit den knuffigen Untermietern für Euren Kühlschrank endet sie heute,
meine kleine Reihe "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender".
Vielleicht habt ihr ja noch ein Taschen-Tücher-Täschlein genäht?
Und einen Fußball-to-go in einem Säckchen versteckt?
Wenn ihr mögt, dann lasst es mich doch einfach wissen.
Egal, ob per E-Mail oder Kommentar. Ich freu' mich riesig.

Ich koch' mir nun eine schöne, heiße Schokolade.
Mit Schweizer Schoggi-Pulver und Mini-Marshmallows drin.
Schmeckt doppelt so gut, da die Zutaten mit viel Liebe gemischt wurden.
Ein dreifaches Hoch auf die Aktion "Post aus meiner Küche", kurz PAMK.

Die nächsten Beiträge werden hier ganz im Zeichen von Vanillekipferl & Co stehen.
Sobald meine Tauschpartnerin ihr Päckchen erhalten hat, geht's los.
Frei nach dem aktuellen PAMK-Motto: "Lasst uns froh und lecker sein!"

Ich wünsch Euch einen flotten Wochen-Endspurt!
Eure

katja


Mittwoch, 27. November 2013

Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender (II)

Morgen Kinder, wird's was geben.
Hab' ich Euch gestern versprochen.
Ehrensache, dass ich mich daran halte.
Allerdings ist's heut' wirklich was für Kinder.
Oder aber auch was für das Kind im Manne.
Das kommt ja zu so hohen Tagen wie Weihnachten gerne zum Vorschein.
Herrlich finde ich das. Der Ernst regiert schließlich an viel zu vielen Tagen.

Den Auftakt zu der kleinen Reihe "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender"
hat gestern das Taschentücher-Täschlein - kurz TaTüTa - gemacht.
Heut' geht's weiter, und zwar mit dem

Fußball to go - dem Ball für die Hosentasche!


Haben wir fast immer dabei. Ist unsere Universal-Waffe.
Geht immer. Begeistert im Nu. Und ist auch recht schnell genäht.
Es handelt sich schlichtweg um eine Luftballon-Hülle.
Genäht aus sechs Streifen Stoff. Zwei Verschluss-Teilchen. Fertig.
Das kriegt ihr bis Sonntag hin, wetten?

Wer's erfunden hat? Das rauszufinden ist nahezu unmöglich.
Ich hab' mich an dieser Anleitung orientiert --> klickst Du hier!
Wie man den Ball am besten zusammen näht, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen.
Die einen nähen erst alle Seitenteile aneinander, dann die Verschlusskappen.
Andere meinen, das sei zu umständlich, und nähen erst die Seitenteile an die Verschlusskappen.
Ich glaube: Das muss jeder ausprobieren, und dann selbst entscheiden.

So funktioniert das Ganze: In der Hülle steckt ein Luftballon. Den pustet ihr auf.
Und schon habt ihr einen fluffig-leichten Spielball. Der fegt auch nicht gleich
die Orchideen vom Fensterbrett. Oder Omas Setzkasten von der Wand.
Selbst, wenn Eure kleinen Fußballstars schon ordentlich Wumms in den Waden haben.


Noch ein kleiner Tipp: Knotet den Ballon nicht zusammen, sondern zwirbelt das Ende nur.
Das hält genauso gut, und hat einen klaren Vorteil: Ballon aufpusten, Luft rauslassen, und
Spielzeug in die Hosentasche stecken. Und woanders einfach wieder auspacken.
Dort geht dann der Spaß von vorne los.


Auch für dieses Projekt könnt ihr wieder beherzt in die Restekiste greifen.
Ganz uneigennützig natürlich: Damit rechtzeitig vor Weihnachten genug Platz im Stoffregal ist!

Und wenn ich mir so die Fotos anschaue, ein bisschen weihnachtlich sehen die Bälle ja auch aus.
Zumindest sind sie weihnachtskugelrund.


Lasst die Nähmaschinchen rattern. Und freut Euch über Strahle-Augen beim Auspacken.
Egal, ob vom Dreikäsehoch. Oder vom Papa, der gleich mit strahlt.
Übrigens: Nächstes Jahr ist Fußball-WM. Das Training dafür kann nie früh genug beginnen.

Und morgen gibt's die letzte Ratz-Fatz-Idee für den Adventskalender-Endspurt!
Ich freu mich also, wenn ihr wieder vorbei schaut!

Wir sehen uns?
Eure

katja




Dienstag, 26. November 2013

Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender (I)

Es führt kein Weg dran vorbei.
Der 1. Dezember rückt näher. Tag für Tag.
Und so langsam werde auch ich nervös.
Obwohl sich hier hinter den Kulissen einiges tut.
Aber die Adventszeit wäre nur halb so schön ohne Geheimnisse.
Deswegen wär's schade, würd' ich Euch heut' schon verraten,
was ich alles in mein Leckereien-Päckchen für "Post aus meiner Küche" packe.
Das hat Zeit bis nächste Woche. Damit die Überraschung nicht flöten geht,
bevor meine liebe Tauschpartnerin im hohen Norden ihr Päckchen ausgepackt hat.

Zudem haben leckere Rezepte die ganze Weihnachtszeit über Konjunktur.
Aber was nun bald keinen Aufschub mehr duldet, das sind die Adventskalender.
Ja, auch ich habe schon heimlich mitten im Dezember noch Türchen aufgefüllt,
weil ich nicht rechtzeitig fertig geworden bin. Ein heikles Unterfangen.
Viel lieber ist es mir, wenn ich - allerspätestens - am 30. November
einen dicken, fetten Haken hinter das Stichwort "Adventskalender"
auf meiner To-Do-Liste setzen kann.

Ihr habt noch ein, zwei oder drei leere Türchen?
Dann hab' ich was für Euch! Drei Tage lang!
Und zwar jeden Tag eine Ratz-Fatz-Idee für den Adventskalender!

Nummer Eins: das Taschentücher-Täschchen - kurz TaTüTa!



Ja, ich weiß, manche werden jetzt denken: "Mönsch, das lockt auch keine mehr hinterm Ofen vor."
Aber denkste! Ich selbst war ja bis vor kurzem konsequente TaTüTa-Verweigerin.
Weil ich gedacht habe, dass das doch umständlich ist. Taschentücher raus aus dem Plastik,
rein in eine extra Tasche. "Nö, brauch' ich nicht!", hab' ich mir immer eingeredet.
Bis ich vor kurzem eine TaTüTa geschenkt bekommen habe. Und es war Liebe auf den ersten Blick.
Ja, so ein Täschchen ist absolut unnötig. Aber gerade deshalb so schön.
Kurzum: Ich bin dem TaTüTa verfallen. Und horte sie seither.
Eines am Bett. Eines in der Handtasche. Eines in der Jackentasche. Eines im Auto...



Vor ein paar Wochen fiel mir dann ein Stoff-Schätzchen in die Hände: die Weihnachts-Pinguine.
Und kurzum hab' ich dann das erste Mal ein TaTüTa genäht. Anleitungen gibt's zuhauf im Internet.
Ich hab' mich an der von Frau Zuckerschnut orientiert (klickst Du hier!).
Dann Rollschneider und Lineal geschnappt, und Lieblingsstöffchen zugeschnitten.


Das Einzige, was ich anders mache: Ich bügele den Stoff nach dem Umdrehen nicht einfach links auf links fest,
sondern verschiebe das Ganze etwa um zehn Zentimeter. So sieht es aus, als ob ihr ein Schrägband
oder Webband aufgenäht habt - habt ihr aber nicht. Sondern einfach nur Zeit gespart.


Eigentlich bin ich ja bügelfaul. Aber für die TaTüTas mach' ich mal 'ne Ausnahme.
Denn wer hier gut bügelt, braucht keine Stecknadeln.


Zwischendurch nähe ich ja wirklich mal ganz gerne mit der "normalen" Nähmaschine,
aber in diesem Fall hab' ich doch Miss Overlock den Vorzug gegeben.
Da waren die Kanten gleich versäubert, und nichts franst aus,
sollte das TaTüTa mal 'ne Runde in der Waschmaschine drehen müssen.


Dann noch schnell Ecken abnähen, Fäden abschneiden, wenden, Taschentücher rein. Freuen.
Und verschenken. Zuhauf. Im Adventskalender. Im Nikolausstiefel. Mit der Post. Einfach mal so.


Ein Geschenk von meiner Seite steht auch noch aus:
Auf Facebook hab' ich letztens drei TaTüTas verlost.
Zwei haben schon ihre Besitzer gewechselt.
Das Dritte wird diese Woche noch auf die Reise gehen.
Nur welches? Das wird mir die Gewinnerin nach diesem Post bestimmt verraten! :-D


Also, ran an die Stoffreste-Kiste. Die TaTüTas eignen sich prima dafür.
Morgen geht's weiter. Sowohl mit dem Leeren der Stoffreste-Kiste.
Und dem Füllen der Tütchen. Säckchen. Oder Stiefelchen.

Vorfreudige Grüße schick' ich Euch bis dahin!
Eure

katja

PS: Pssssst! Ihr könnt' nicht nähen, aber hättet trotzdem gern ein TaTüTa? Für Euch selbst? Zum Verschenken? Dann schreibt mir doch einfach eine Mail an daswillichhaben@schoenstebastelzeit.de. Das Regal ist gut gefüllt, und auch wenn's noch kein "richtiges" Lädchen gibt, so könnt' ihr Euch trotzdem ein Unikat nach Hause holen.




Dienstag, 19. November 2013

Alles Ansichtssache

In zwölf Tagen ist der erste Advent.
Hört sich schlimm an. Für Euch auch?
Noch kein einziges Plätzchen gebacken.
Das Glühweingelee ist noch Wein. In Flaschen.
Und das Tannenreisig ist zwar im Haus, aber noch ungebunden.
Warum kommt der erste Advent immer so plötzlich?

Deswegen zelebrieren wir jetzt noch ein bisschen den Herbst.
Der dauert immerhin noch - ganz offiziell - bis zum 21. Dezember.
Und ich finde, diese Sichtweise entspannt enorm.
Dann lässt man halt die Kürbisse noch vor der Haustür liegen,
die Herbstblätter am Fenster des kleinen Fräuleins kleben.
Und zieht noch einmal die Kunterbunt-Kombi aus dem Schrank.
Zeit für Sterne, Elche und Weihnachtsrot ist schließlich noch genug.


Genäht aus dem wunderschönen Lillestoff-Traum "summer forest".
Über ein Jahr lang lag er in der Stoff-Kiste. Ein gut gehütetes Schätzchen.
Bis im Herbst in der Ottobre ein hübsches Tunika-Kleidchen drin war.
Nicht zu kompliziert zu nähen. Da muss ich bei Ottobre-Schnitten immer aufpassen.
Ich liebe einfach die 100-Prozent-Sicher-Variante. Am liebsten Schritt für Schritt erklärt.



Anfangs war ich skeptisch, ob mir die Wickeloptik wirklich gefällt. Aber ja, sie ist mal was anderes.
Und gerade fürs kleine Fräulein perfekt. Da passt der Dickkopf wunderbar durch.



Und sogar kleine Täschchen hat's gegeben. Und mangels Cover-Maschine hab' ich das einfach mal mit einem Zierstich gemacht. Damals, als ich mir die Nähmaschine ausgesucht habe, waren mir die Zierstiche ja soooo wichtig. Wie oft ich sie wirklich genutzt habe, kann ich leider an einer Hand abzählen. *hüstel* Wellt sich ein bisschen. Fällt aber kaum auf - zum Glück.

Das kleine Fräulein liebt die Kombi. Für die Beinchen gab's noch eine braune Ratz-Fatz-Leggins aus der selben Ottobre. Zwei Teile, ein Gummiband. Solche Basic-Teilchen mag ich.


Heißen wir also noch einmal den stürmischen Herbst willkommen. 
Und toben mit den Blättern im Wind um die Wette. 

Eine stressfreie Woche wünsch ich Euch! 

PS: Eine Ausnahme im "gefühlten" Herbst mache ich - und zwar für "Post aus meiner Küche". Denn da lautet das Motto "Lasst uns froh uns lecker sein". Ja, weihnachtlich. Total. Und es wäre schlichtweg gelogen, wenn ich nicht schon ganz genau wüsste, was da ins Päckchen rein kommt... 

Stoffe:
"summer forest" von Lillestoff
Kombi-Baumwolljersey dunkelbrau von Hilco
Feinstrick-Bündchen von Micha's Stoffecke
Schnitte:
Ottobre 4/2013

Donnerstag, 14. November 2013

Traritrara, die Post ist da...

Was habe ich diese Sendung herbei gesehnt.
Neue Labels für die schoenstebastelzeit.
Denn die alten waren tatsächlich alle.
Allerdings auch bei weitem nicht so schön.
Und vor allem ungeschickt. Weil ich sie beim Nähen knicken musste.
Wirklich lesen konnte man den Namen nicht.

So habe ich lange nach den richtigen Labeln gesucht.
Feuer und Flamme war ich, als Frau Krawalleule ihre bei Facebook gezeigt hat.
GENAU SOLCHE und keine anderen Label wollte ich auch haben.
Zum Einnähen. Mit meinem eigenen Logo. Gewebt. Nicht bedruckt.
Und heute hat sie mir der Postbote in diesem wunderhübschen Paket überreicht.


Zugegeben, sie haben einen weiten Weg hinter sich.
Aber das Angebot war einfach unschlagbar.
Und sie sind richtig toll geworden. Zwar ein bisschen dunkler als gewünscht.
Aber damit kann ich leben. Schließlich sollen sie meine Unikate "nur" zieren.
Und nicht sofort den Blick auf sich ziehen.


Liebe Frau Krawalleule, heute ist es an mir, ein ganz herzliches Dankeschön zu sagen!
Denn nicht jeder verrät einem so mirnichtsdirnichts seine Bezugsquellen.
Und nicht nur das. Weil ich bei der Bestellung ein bisschen ins Strudeln kam,
bekam ich auch noch ganz persönlichen Support via Mail und Facebook.
Alles so herrlich unkompliziert, frei von jedem Konkurrenzgedanken.
Und das, obwohl wir uns überhaupt nicht kennen. Nur über ein paar geschriebene Zeilen.

Liebe Carolin, heute löse ich mein Versprechen ein. Zeige Dir meine Labels.
Und sage einfach nur: DANKE DANKE DANKE *kleiner-knicks*
Leider hat die Krawalleule keinen Blog. Aber dafür einen echt coolen Shop.
Klickt Euch doch mal bei ihr rein. Es lohnt sich auf alle Fälle.

Und so viel sei verraten: Ich würd mich, ohne mit der Wimper zu zucken,
mal eine Nacht lang - ach was, mehrere Nächte lang - im Krawalleulschen Stofflager
einschließen lassen. Weil das aber eher nichts wird heute, freu' ich mich einfach noch eine Runde
über meine vielen, vielen Labels.



Das Erste hab' ich übrigens im Geldbeutel. Zum immer mal zwischendurch bewundern.
Das Zweite wurde vorhin noch schnell vernäht. Die Ovi schnurrt wieder, wie ihr sehen könnte.
Das Zwergenset in der Größe 62/68 ist fertig geworden!


Hui, jetzt ist's mal wieder spät geworden in meiner Dachkammer!
Daher wünsch ich Euch nun ganz hurtig süße Träume!

PS: Morgen ist Stoffmarkt in Ludwigsburg. Wenigstens ein kleiner Trost. Zu gerne wäre ich ja auch bei der Blogst-Konferenz mit von der Partie. Aber: restlos ausverkauft. Ich erwarte schon sehnsüchtig die ganzen Berichte der ganzen Teilnehmer. Somit tröste ich mich etwas mit Stöffchen-Gucken. Ich vermute aber, Kuschelfleece wird DER Renner. Mehr als drei Grad sind wohl nicht drin. Da werden die Fellstiefel morgen ihre Premiere diesen Winter feiern.

Dienstag, 12. November 2013

12 von 12 im November

Die ganze Familie von Schneck ist im Zwölfer-Modus.
Sogar der Herr der Hauses weiß inzwischen, dass der "Zwölfte" sein muss,
wenn er mich schon morgens mit Handy oder Kamera in der Hand durchs Haus tigern sieht.

Und hier sind sie - meine 12 von 12 im November!


Brrrr, war das kalt heute morgen. Auf den Dächern der erste Raureif. 
Und der Nebel hing bis zum späten Vormittag zwischen den Häusern. 
Wie gut, dass es endlich Clementinen gibt, die nach Clementinen schmecken. 
Und nicht nur nach ekligem Orangensaftkonzentrat oder nur sauer.
Auch das kleine Fräulein von Schneck ist begeistert, 
und hat sich gleich nach dem Frühstück eine in die Kita-Tasche gepackt. 



 Habt ihr sie schon entdeckt? Meine neuen Buttons auf dem Blog? Ich bin ganz verliebt in sie. 
So sehr, dass ich sie beim zweiten Milchkaffee heut' morgen einfach noch ein paar Mal anklicken musste. Ob sie wirklich funktionieren. Ich trau' der Technik manchmal nicht. Die Buttons sind Ergebnis perfekten Team-Works. In den Blog gepuzzelt hat sie nämlich der Herr von Schneck *knutsch*. Ihr wisst schon, meine Phobie gegen HTML. Und weil ich definitiv besser mit der Nähmaschine als mit Grafikprogrammen umgehen kann, hat mir die Buttons ein lieber Freund designed - genauso wie mein schönes Logo, meine tollen Visitenkarten. Er hat es einfach, das Händchen. Und das Auge. Und den Stil. Kein unnötiger Schnickschnack. Klare Linien. Schöne Farben. Perfekt. DANKE, lieber Dominik!



Was das Wünschen angeht, bin ich total altmodisch. Und so wird das Fräulein von Schneck wohl noch so manchen Wunschzettel schreiben müssen. Denn nein, der Nikolaus hat keinen E-Mail-Account, und auch das Christkind nicht. Okay, wir haben ein klein wenig nachgeholfen, als wir die Tage den Wunschzettel gebastelt haben. Aber immerhin: Den Wunsch - einen Mini-Handrührer - hat sie selbst im Spielzeugkatalog ausfindig gemacht und aufgeklebt. Ich durfte das Ganze heut' noch schick verpacken, denn diesen Wunsch darf Omas Nikolaus erfüllen :-D



Ich bin kein Bahnfahrer. Ich liebe mein Auto. Aber manchmal ist es einfach geschickt.
So wie heute. Und ich hatte Glück: Bis ich mich auf zum Bahnsteig gemacht habe,
hat sich der Nebel verzogen, und die Sonne lugte heraus.



Die Küche blieb bei der Familie von Schneck heut kalt.
Denn ich war zum Lunch in der Stadt verabredet.
Es ging zu einem Vietnamesen. Sehr lecker.
So lecker, dass ich ganz vergessen habe, ein Foto zu machen,
als das Gericht - ein feiner Kabeljau mit Gemüse - vor mir stand.
Aber die Decken-Deko ist doch auch hübsch, nicht?



Es blieb noch ein bisschen Zeit, um gemütlich durch die Geschäfte zu schlendern. 
Noch kommt man hier durch die Straßen. Das ändert sich in zwei Wochen, 
wenn der Weihnachtsmarkt eröffnet. Doch überall glitzert und funkelt es schon. 



Ertappt! Ganz widerstehen konnte ich dann dem ganzen Weihnachtsrummel doch nicht.
Diese zwei Stöffchen mussten einfach mit. Kitschig, ja! Aber irgendwie süß, nicht?




Ein selbst auferlegtes Power-Shopping-Verbot hat auch seine schönen Seiten. 
So hatte ich noch genügend Zeit für einen Dolce-Vita-Cappucce deluxe 
in der Lieblingskaffeebar. 



Was für ein Empfang in der Kita:
Das kleine Fräulein von Schneck hat gebacken. Weck-Männer. Mit ganz viel Rosinen.



Frisch gestärkt ging's nach draussen. Endlich mal die Laterne ausführen.
Ja, sie ist etwas free-style. Und die Betrachter streiten sich nach wie vor darüber,
ob das wirklich eine Eule ist. Ja, ist es. Eine Punker-Eule. So!


Ab ins Auto, das ich ja eigentlich liebe. Aber heut' hat die Bahn gewonnen.
Denn wir standen fett im Stau. Weswegen ich meinen Sport-Abend schwänzen musste.



Doch letztendlich hatte auch der Stau sein Gutes: Denn daheim erwartete mich wunderbare Post.
Mein neues Obermesser ist da! Nigelnagelneu! Ganz! Scharf!



Ich muss dann mal ganz schnell weg! 
Und setz' daher nur noch schnell meinen Link auf die Seite von Frau Kännchen
die auch diesen Monat wieder alle "12von12-Fans" auf ihrem Blog vereint.

Werft den Kamin an, kocht köstlichen Tee - und lasst's Euch einfach gut gehen! 

Samstag, 9. November 2013

SuperGAU am Samstag

Der Tag hat so gut begonnen. Mit Blümchen auf dem Frühstückstisch,
Herbstsonnenschein zum zweiten Cappuccino und einem leeren Terminkalender.
Herrlich. Ein perfekter Tag, um dem Fuchs und seinen Freunden "Hallo" zu sagen.


Füchse sind ja die neuen Eulen. Liest man zumindest immer wieder.
Wobei ich zugeben muss, dass ich mich an Eulen noch lange nicht satt gesehen habe.
Auf diesem Stoff haben sie sich auch unter die Waldbewohner gemischt.

Ich würd' ihn ja sogar fürs kleine Fräulein von Schneck vernähen. Aber er ist schon längst reserviert.
Für zwei Buben. Der eine räubert schon durchs Leben. Der andere raubt seiner Mama sicherlich schon heute die eine oder andere Stunde Schlaf - er ist noch ein kleiner Bauchbewohner. Und so war klar, dass ein Shirt auf jeden Fall in einer Zwerglein-Größe genäht werden muss. Was hab' ich mich drauf gefreut. So schön putzig. Winzig. Mini. Und für mich eine Premiere. Denn als das Fräulein von Schneck so klein war, hatte ich mich noch nicht ans T-Shirt-Nähen getraut. Sie musste damals mit vielen Pumphosen vorlieb nehmen.


Und? Seid ihr auch so begeistert wie ich? Für die Ärmel und das Bündchen habe ich einen ganz schlichten, dunkelblauen aber superkuscheligen Jersey gewählt. "Fuchs and friends" ist hübsch genug. Da muss ihnen nicht noch ein zusätzliches Muster die Show stehlen.


Sowohl das Bündchen am Hals auch als das Bündchen am Shirt-Ende sind zusätzlich noch abgesteppt,
damit die Nähte schön flach liegen, und beim Tragen nicht am Hals des kleinen und großen Räubers reiben.

Und wo ein Mini-Räuber-Shirt, da ist auch eine Mini-Räuber-Hose nicht weit. Zumindest ein Stück weit bin ich gekommen, Täschchen aufgesteckt, festgenäht.


Ich liebe diese Täschchen "en miniature" - darin wird der kleine Räuber zwar noch keine Schnuller verstecken, aber zumindest tierisch schick damit aussehen. Beim Hosenbeine zusammennähen ist es dann passiert. Eine Nadel hat sich heimtückisch hinter einer zuvor genähten Naht versteckt. Und: CRACK. Nein, ihr seid jetzt nicht bei C*ar-Glas, und das ist auch kein heimlich eingeschobener Werbeblock. Sondern mein SuperGAU am Samstag. Mir ist das Obermesser gefatzt. Mit einem fiesen Geräusch. Und richtig Schwung. Zack, da lag es. Nachdem ich mühsam das Höschen aus der Overlock geklaubt habe, hab' ich das Unglück fotografiert.



Wie mich das ärgert!!!! So was von unnötig!!! Und ja, ich bin selbst schuld. Nadel vergessen. Aber die hat sich sooo gut versteckt. Jetzt ist Geduld gefragt. Etwas, das ich in solchen Momenten nur schwer aufbringen kann. Vor Montagfrüh werd' ich wohl keinen Ersatz ordern können. Ich überlege ja ernsthaft, mir gleich zwei Obermesser zu bestellen. Dann hätt' ich immer eins in Reserve. So als kleines Trostpflaster. Mal überlegen.

Schön wird sie mal, die Mini-Räuber-Hose. Aber nicht mehr heute.
Wie gerne hätte ich Euch mehr gezeigt.

So halt' ich es eben mal mit Paulchen Panther:
Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder - keine Frage!

Habt einen schönen Samstag - ohne SuperGAU!

Stoffe:
"Fuchs and Friends" von Blaubeerstern
Kombi-Jersey dunkelblau vom Stoffmarkt
Schnitte:
Pumphose "Frida" von "das Milchmonster"
Shirt "easy" von leni-pepunkt


Montag, 4. November 2013

Hommage an den Kürbis (III)

Finaaaale! Heute gibt's den letzten Teil der Kürbis-Trilogie!
Und dann rattert hier wieder das Nähmaschinchen.
Schließlich ist in gerade mal 11 Tagen wieder Stoffmarkt.
Das heißt: So manches Stöffchen muss noch dringend verarbeitet werden.
Damit's Platz gibt für den Nachschub!

Heute nehm' ich Euch aber noch einmal mit auf einen kulinarischen Ausflug!
Zum Abschluss serviere ich Euch unsere Lieblingskürbissuppe.
Mit Kokosmilch und Orange. Und einem Hauch Ingwer.

Samtiges Kürbissüppchen mit Genießerbrot




Alles, was ihr dazu braucht:

  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 2 Orangen
  • Curry, Salz und etwas Chili


Und schon könnt' ihr loslegen. Den Kürbis halbieren. Auf keinen Fall schälen. Die Schale kann man beim Hokkaido wunderbar mitessen. Außerdem gibt sie der Suppe eine tolle Farbe. Die Kerne mit einem großen Löffel heraus kratzen. In kleine Stücke schneiden. Dann die Zwiebeln schälen, vierteln. Ebenso den Ingwer, diesen allerdings in etwas kleinere Stücke schneiden. Ist er faserig, lässt er sich in kleinen Stücken besser pürieren.

Etwas Butter in einem hohen Topf schmelzen. Zwiebeln und Ingwer dazu geben, andünsten.
Nicht zu lange, Zwiebeln und Ingwer sollen nicht bräunen.


Dann die Kürbisstückchen hinzufügen. Ebenfalls andünsten.


Die Orangen halbieren, und den Saft auspressen. Diesen gemeinsam mit der Gemüsebrühe und der Kokosmilch - da tut's übrigens auch wunderbar die fettreduzierte - zur Kürbis-Zwiebel-Ingwer-Mischung geben.


Jetzt kommen die Gewürze dazu. Und ihr seht: beim Würzen nicht sparen. Ordentlich Curry drauf geben. Ebenso etwas Salz. Und Chili. Dann lasst ihr das Ganze eine halbe Stunde köcheln. Fertig ist die Suppe, wenn ihr den Kürbis mit dem Kochlöffel zerstoßen könnt. Dann schnappt ihr Euch den Pürierstab, und püriert die Suppe durch. Dadurch, dass keine Kartoffeln drin sind, wird sie nicht pappig, sondern wunderbar samtig. Ist sie Euch dennoch zu dick, gebt ihr einfach noch etwas Gemüsebrühe - natürlich aufgelöst in etwas Wasser - hinzu.

Wer hungrige Gäste hat, serviert zur Suppe noch einen kleinen Hühnchen-Spieß. Dafür schneide ich immer eine Hühnerbrust in Scheiben, spieße diese wellenartig auf Holzspieße, und mariniere sie mit Sonnenblumenöl und Curry sowie etwas Chili. Wer hat, packt auch noch ein paar Sesamkörner mit in die Marinade. Kurz vorm Servieren die Spieße einfach in einer Pfanne anbraten.

Ein MUSS zur Kürbissuppe ist bei uns ein gutes Brot. Am liebsten selbst gebacken.
Und wer jetzt denkt, das ist superumständlich, der täuscht sich gewaltig.
Denn unser Lieblingsbaguette besteht aus gerade mal fünf Zutaten:

  • 500 Gramm Mehl
  • 10 Gramm Hefe
  • 10 Gramm Salz
  • 375 Gramm lauwarmes Wasser
  • Geduld - mindestens vier Stunden 

Das Mehl mit dem Salz in einer Schüssel verrühren. Die Hefe hineinbröseln. Und das lauwarme Wasser hinzugeben. Und dann nicht den Hand-Rührer zücken, sondern einen Teigschaber. Mit diesem arbeitet ihr das Wasser unter die Hefe-Mehl-Mischung. Hat den Vorteil, dass ganz viel Luft in den Teig kommt. Hier hab' ich noch eine ordentliche Portion Kürbiskerne unter das Mehl gemischt. Die knuspern so schön beim Draufbeißen. 


Haben sich alle Zutaten schön miteinander verbunden, stellt ihr die Schüssel für zwei Stunden an einen warmen Ort. Hin und wieder könnt' ihr ja mal vorbei schauen. Den Deckel lupfen, und spicken, ob's ihm gut geht, und er mindestens doppelt so groß wird wie beim Zusammenkneten. 

Dann holt ihr den Teig aus der Schüssel, teilt in ihn drei Teile, und knetet daraus kleine, runde Häufchen. Für meine Gästeschar letzten Donnerstag hab' ich die doppelte Menge gebacken, daher liegen hier auch mehr Häufchen bei uns in der Küche :-D



Jetzt ist wieder Geduld gefragt: Häufchen abdecken. Gehen lassen. Mindestens eine halbe Stunde.
Dann formt ihr daraus längliche Baguette. Setzt diese auf ein bemehltes Küchentuch. Und lasst sie wieder gehen. Mindestens wieder eine halbe Stunde, besser eine ganze.

Dann endlich geht's ans Backen. Dafür den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Geheimnis des knusprigen Baguettes ist das spezielle Loch-Blech, das ihr in gut sortierten Haushaltsgeschäften bekommt. Das Blech mit etwas Butter einfetten, das bemehlte Baguette vorsichtig aus seiner Küchentuch-Hülle aufs Blech legen, mit einer Rasierklinge oben einschneiden. Und dann ab damit in den Backofen. Ich spritze immer noch etwas Wasser in den Ofen, bevor ich die Türe schließe. Das macht die Kruste besonders schön knusprig. Aber leider auch den Backofen schön klebrig. Lohnt sich trotzdem.


Nach zehn bis 15 Minuten ist Euer Baguette fertig. Oben wunderbar knusprig.
Unten mit einem Loch-Muster versehen wie vom Bäckermeister höchstpersönlich.



Und schon könnt ihr das erste Stückchen probieren. 
Am besten lauwarm. Ohne alles. 
Schmeckt pur einfach am allerbesten.


So, meine Lieben, das war jetzt aber ein ausführlicher kulinarischer Streifzug. 
Und der nächste kommst bestimmt. Dieses Jahr bin ich nämlich mit dabei. 
Bei "Post aus meiner Küche". Ich freu mich schon wie ein Schneekönig. 
Und bin unglaublich neugierig darauf, wem ich wohl meine Leckereien aus der Weihnachtsküche schicken darf. Und natürlich auch, von wem ich dann wohl ein Paket bekommen werde! Noch zwei Tage läuft die Anmeldung, dann wird ausgelost! Das Lampenfieber steigt!

Und was hilft dagegen am besten? Eine gute Tasse Tee und Ablenkung!
Na denn, ich brüh' dann mal Wasser auf! 
Wünsch Euch was! Vor allem einen tollen Start in die Woche!


Rezept Kürbissuppe:
Sommers Familienküche
Rezept Genießerbrot:
Abwandlung aus "Brot für Genießer" 
Richard Bertinet