Mittwoch, 30. Oktober 2013

Hommage an den Kürbis (I)

Keine Frage, sie waren toll, unsere Halloween-Partys. Tagelang haben wir vorbereitet. Dutzende Kürbisse in allen Größen und Formen angeschleift, Schwarzlicht aufgehängt, Weingummi in Götterspeise versenkt, aus Saitenwürstchen kleine Wurstfinger mit Paprika-Nägelchen gezaubert. Schaurig-schön waren die Feste. Und bei der Ankunft der Gäste mussten wir manchmal zweimal hinschauen, um zu erkennen, wer denn nun wirklich unterm Kostüm steckt, so originell waren die Verkleidungen. Aber wie sagt man so schön? Man soll aufhören, wenn's am schönsten ist. Manche Fete kann man nicht wiederholen. Schlichtweg deshalb, weil sie so gut war, dass jede weitere nur ein billiger Abklatsch davon wäre.  Und so feiern wir Halloween mittlerweile einfach ein bisschen ruhiger. Dieses Jahr mit einer kulinarischen Hommage an den Kürbis.

Gestern Abend habe ich das Kürbiskernkonfekt gerollt. Und weil geteilte Freude doppelte Freude ist, einfach gleich mal ein Bild auf Facebook reingestellt. Und schwupps, da kam sie, die Frage nach dem Rezept. Und - welch Zufall! Ich hab' da mal was vorbereitet ;-D

Eigentlich wollt' ich ja alle Rezepte in einen Post verpacken. Aber warum auch nicht eine kleine Trilogie draus machen?
Kleine Häppchen machen bekanntlich ja ohnehin glücklich. So wie diese Kügelchen:

Knuspriges Kürbiskernkonfekt mit Schwipps


Ihr braucht für etwa 25 Stück:

  • 100 Gramm Kürbiskerne
  • 50 Gramm Rührkuchen
  • zwei Schnapsgläschen Cognac
  • etwas gemahlene Vanille (alternativ das Mark einer Vanilleschote)
  • 100 Gramm Zartbitterschokolade

Was den Rührkuchen angeht, mach ich's mir immer einfach. Ich kauf' tatsächlich einen. Nicht mal beim Bäcker, sondern im Supermarkt. Vom Kekshändler mit dem großen B, am liebsten den abgepackten mit Marzipan. Schmeckt uns in diesem Konfekt am besten. Und weil bei uns niemals eine Flasche Cognac leer würde, schnapp ich mir an der Supermarkt-Kasse das Mini-Format - und freu mich an den komischen Blicken der anderen, die vor allem dann kommen, wenn auch noch das Fräulein von Schneck im Wagen sitzt, während ich das Schnapserl aufs Band lege. 

Dann geht's aber an die Arbeit. Zuerst die Kürbiskerne rösten. Am besten geht das in einer beschichteten Pfanne ohne Fett. Einfach immer mal wieder die Pfanne schwenken. Die Kürbiskerne sind fertig, wenn sie duften und anfangen zu springen. Zum Abkühlen in ein Blech geben.


Wenn die Kürbiskerne abgekühlt sind, jagt ihr sie eine Runde durch den Blitzhacker.
Nicht zu fein mahlen, also kein Kürbiskern-Mehl herstellen. 
Schließlich soll's beim Kauen ja noch ein bisschen knuspern, oder?


Dann wird's bröselig: Nehmt den Kuchen und zerreibt ihn zwischen den Fingern. 
Nicht zu bröselig, dürfen schon noch ein paar kleine Stückchen drin sein. 
Die gemahlene Vanille dazu geben. 


Die Hälfte (!!!!) der gemahlenen Kürbiskerne zu den Kuchenbröseln geben. 
Dann hat der Cognac seinen Auftritt. Fläschchen auf, zwei Schnapsgläser abmessen. 
Oder so wie ich: Einfach mal ein bisschen reinschütten und mit einer Gabel losrühren. 
Bindet die Masse schön, ist die Menge in Ordnung. Habt ihr zu viel Schnaps erwischt, 
einfach noch mal ein paar Kürbiskerne zugeben. 


Nebenher die Schokolade (am besten Zartbitterkuvertüre) über einem Wasserbad schmelzen. 
Immer mal wieder umrühren, damit sie nicht am Boden fest klebt und es keine Klümpchen gibt. 


Geschmolzene Schokolade zur Kürbis-Kuchen-Cognac-Mischung geben und unterrühren. 
Sind alle Zutaten gut vermengt, könnt ihr anfangen, aus der Masse kleine Kugeln zu formen. 
Ist die Masse zu weich, parkt ihr sie einfach ein paar Minuten im Kühlschrank. Dann geht's. 


Zum Finale dann die Schokokugeln in den gerösteten und gemahlenen Kürbiskernen wälzen. 
In eine Tarteform legen, mit Alufolie abdecken, und im Kühlschrank durchziehen lassen. 


Ich mach' immer gleich welche auf Vorrat. Denn die Kügelchen halten sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. 
Allerdings solltet ihr sie gut abdecken, damit sie ihr Aroma behalten. 

Und: Sie sind ein nettes Mitbringsel, falls ihr in diesen Tagen zum Herbst-Kaffee bei Freunden eingeladen seid. Für diesen Fall halt' ich immer ein paar kleine Schächtelchen parat. Einfach etwas Seidenpapier in Form schneiden, reinlegen. Habt ihr Zeit und ein paar Zellophanpapier-Reste, dann könnt' ihr die noch obenauf legen, dann klebt nix von der Schokolade am Deckelchen.


Dann Deckel zu, Schleifchen drumrum, Dranhänger ran. Und Freude teilen.



Einen genussvollen Mittwoch wünsch' ich Euch!
Und die nächsten Tage geht's weiter. Mit der Hommage an den Kürbis (II). 

Rezept:
Abwandlung aus "Geschenkideen aus der Küche" 
Gräfe + Unzer 2011 

Sonntag, 27. Oktober 2013

Herr Eichhorn sammelt Nüsse...

...und wir am liebsten kleine Schätze in allerlei Täschchen!
Ich weiß ja nicht, wie das bei Euch so ist. Aber Taschen gibt's bei der Familie von Schneck nie genug.
Große Taschen, in die sogar das kleine Fräulein von Schneck passt.
Mittlere Taschen für den Einkauf zwischendurch. Schicke Taschen für den Abend.
Und unzählige kleine Täschchen. Für Krimskrams. Die kleine Digi-Cam. Das Schminkzeugs.
Die Malstifte. Viele Haargummis. Es gibt ja nichts, was nicht in eine Tasche wandern könnte.


Am beliebtesten sind bei uns die kleinen Schminktäschchen mit Reißverschluss.
Sie stehen auch als Mitbringsel oder Geschenk ganz hoch im Kurs.
Dieses Exemplar hat das kleine Fräulein mit in die Kita genommen.
Mit unserer haben wir nämlich einen absoluten Volltreffer gelandet.
Vier tolle Erzieherinnen und dann noch *trommelwirbel* eine eigene Köchin.
Dort isst das Fräulein sogar Linsen. Oder Fisch. Daheim? Niemals!

Auf jeden Fall haben wir mal heimlich auf den Geburtstagskalender gelinst,
damit nicht nur die Erzieherinnen uns immer überraschen mit ihren tollen Ideen,
sondern wir auch mal eine Kleinigkeit zurückgeben, und vor allem Danke sagen können,
für die tolle Arbeit, die dort tagtäglich geleistet wird. So marschiert seither das kleine Fräulein
an jedem Erzieherinnen-Geburtstag mit einem kleinen Geschenktütchen in der Hand
durch die Kita-Tür. Natürlich stolz wie Bolle. Und einem "Börsdei-jujuuuu" auf den Lippen.


Nichts ist schlimmer, als am Reißverschluss rumfummeln. Daher kommt an jedes Täschchen immer ein bisschen "Gebimsel". Ein oder zwei oder drei Holzperlen gefallen mir meist als Zierde am besten. Schließlich soll der Verschluss nicht dem Täschchen die Show stehlen.


Und hier seht ihr das Komplett-Set: Kosmetik-Täschchen und Geschenk-Karte.
Letztere habe ich schnell gestempelt - und dabei die Farben auf die Tasche abgestimmt.
Ich mag's einfach, wenn alles zu allem passt. Hab' ich das nicht schon mal gesagt?

Ich setz' mich jetzt noch ein bisschen an die Nähmaschine, der nächste Geburtstag kommt bestimmt.
Oder eine Einladung zu einer lieben Freundin. Zudem füttern wir gerade einen kleinen, aber feinen Online-Shop mit ein paar Produkten. Und da man ja Täschchen nie genug haben kann, werden auch dorthin ein paar wandern. Die Eröffnung dürft' ihr natürlich nicht verpassen. Schaut' einfach hin und wieder mal rein, hier halte ich Euch auf dem Laufenden.

Aber zuerst geht's jetzt noch ein bisschen raus, frische Luft schnappen, über die Felder marschieren,
und etwas Herbst-Sonne tanken. Jetzt, wo die Tage wieder kürzer sind.

Macht's Euch gemütlich an diesem herrlichen Sonntag!

Kosmetiktäschchen: 
Dottie Mushroom von Michas Stoffecke
beschichtete Baumwolle von Hilco 
Karte:
Stempel noname
Umschlag krima & isa

Sonntag, 20. Oktober 2013

Wir lieben's gruselig - zumindest ein bisschen...

Wann bin ich eigentlich das letzte Mal Geisterbahn gefahren? 
Es muss Ewigkeiten her sein. Denn mir graut's vor allem vor einem:
Vor den "lebendigen" Geistern, die heute in jeder gut gemachten Geisterbahn ihren Dienst tun. 
Nicht etwa, in dem sie mal schnell mit dem Schlüsselbund klappern, und laut "BUH!" rufen. 
Sondern einen berühren. Einem die kalte Hand auf die Schulter legen. Unerwartet. 
Nein, das muss ich nicht haben. Ich würd' mich ja wirklich fürchten. 

Doch ein klitzekleines bisschen Nervenkitzel darf schon sein. Gerade jetzt, im Herbst.
Wenn sich der 31. Oktober nähert. Halloween. Die Nacht der Geister. 
Kein Wunder, dass ich sofort zuschlagen musste, als ich im Internet über diesen Stoff gestolpert bin. 
Ein paar Fledermäuse, ein paar - wirklich niedliche - Geister, und Katzen mit leuchtenden Augen:
Ein Stöffchen wie gemacht für eine kuschelige Herbst-Kombi für das Fräulein von Schneck.
Diese wollte ich ohnehin schon seit ein paar Tagen Wochen nähen - jetzt MUSSTE ich mich ran machen.
Sonst ist der Herbst rum, und wir können uns im Advent gruseln. Nein, danke!

Das passende Mützen-Model fürs Shooting war schnell gefunden. Völlig komplikationslos.
Jack stellte keine Forderungen - er hielt einfach nur den Kopf hin:


Gefüttert ist die Mütze mit kuscheligem Fleece. Morgens ist's jetzt doch schon empfindlich kalt. Außerdem bin ich gerade im Wende-Beanie-Fieber - eine Lage Jersey allein ist für den Herbst ohnehin zu kalt. Daher wird jetzt alles doppelt genäht, wahlweise mit zwei Lagen Jersey oder eben mit einer Lage Fleece. Der Winter kommt bestimmt!


Unser neues Lieblingsstück für goldene Herbsttage: Der Fleece-Pulli - passend zur Mütze.
Die Bündchen hab' ich extra etwas länger gelassen, denn das kleine Fräulein Schneck hasst Handschuhe. So sind die kleinen Händchen wenigstens etwas geschützt, wenn der Wind etwas kühler bläst. Außerdem hab' ich den Pulli gleich mal eine Nummer größer genäht - wir nutzen ihn nämlich als schnelle Überzieh-Jacke für spontane Herbst-Abenteuer.


Buhuuuuuuu! Irgendwas MUSSTE einfach noch auf den Pulli drauf. Ich hab' mich für einen Grinse-Geist entschieden. Aber das Applizieren und ich, wir sind noch nicht die besten Freunde! Diese großen Augen haben mich bestimmt nicht sentimental gemacht, sondern fast wahnsinnig. Und trotzdem sind sie nicht rund. *hmpf*


Weil das Maschinchen ohnehin schon warm gelaufen war, gab's gleich noch das passende Shirt dazu. Die Kombi ist für uns gewagt. Ich mag's normalerweise, wenn es nicht allzu bunt wird. Aber draussen ist's diese Tage oft grau genug, da darf man schon mal in die Farbkiste greifen, nicht?


Fräulein von Schneck auf jeden Fall ist glücklich mit ihren neuen Begleitern, den Fledermäusen, den Geistern und den Leuchtaugen-Katzen, und geht gemeinsam mit ihnen auf Kastanien-Jagd. 

Wie im Paradies haben wir uns letzte Woche gefühlt, als wir Freunde auf dem Land besucht haben. Kastanien satt. Kein Wunder, dass wir mit vollen Taschen heimgefahren sind. Außerdem weiß ich jetzt, dass genau diese bei unserem Fleece-Pulli fehlen :-D


Eine magische Woche wünsche ich Euch!

Jersey: 
"Spooky night" von Sari Ahokainen
Campan von Hilco
Fleece + Bündchen: 
beides Micha's Stoffecke
Schnitt Fleece-Pulli:
lillesol&pelle basic no.23
Schnitt Langarm-Shirt:
"easy" von leni-pepunkt

Montag, 14. Oktober 2013

Katerstimmung? Von wegen!

Die Tage, an denen ich morgens freudig aus dem Bett hüpfe, sind rar. 
Vor allem, wenn es noch dunkel ist, und der Temperatur-Check mit dem großen Zeh ergeben hat, 
dass es nicht gerade gemütlich da draussen ist, außerhalb der kuscheligen Bettdecke. 

Doch heute war alles anders. Schließlich war "the day after": der Tag nach dem Stoffmarkt. 
Gestern habe ich die Tüten mit dem unverkennbaren rot-schwarzen Aufdruck nur noch im Nähzimmer deponiert. Aber in Gedanken hab' ich schon ausgepackt, kombiniert, überlegt - welches Bündchen wohl zu welchem Stöffchen am besten passen wird. Für mich ein klitzekleines bisschen Neuland, denn gekauft habe ich hauptsächlich Jungs-Stoffe - obwohl hier ja das kleine Fräulein von Schneck rumspringt. Doch auch kleine Kerls wollen benäht werden, und dafür mussten endlich die Vorräte aufgestockt werden.

Tüte auf und freuen! 

Ein Blick in die Bündchen-Kiste. Welches passt wohl wo dazu?
Seid ihr auch so pingelig, wenn es darum geht, passende Farben zu finden?
Ich lass einen Stoff lieber liegen, wenn er nicht passt. Sonst ärger ich mich hinterher.
Somit wird also ausprobiert. Wild durcheinander. Manchmal kommen mutige Kombis raus.
Manchmal reicht es mir, wenn von einem Shirt etwa nur das Vorderteil gemustert ist - wie
bei den Vespas. Denen kann eh keiner die Show stehlen.

Gesucht und gefunden haben sich diese drei Stoffe!
Das wird eine Traumkombi - sowohl für Mädels auch als für Jungs!
Dann ist erst einmal Geduld gefragt. Die Neuzugänge dürfen nämlich erst mal 'ne Runde in der Waschmaschine drehen. Ärgert mich beim Zuschneiden zwar manchmal, wenn sich die Enden vom Jersey so blöd einkringeln. Ist aber einfach notwendig - so sitzt und passt das Kleidungsstück, das ihr kauft, einfach auch noch nach der Wäsche. Und hängt nicht schepps und krumm am Zwerg. 

Waschtage, wie ich sie liebe: Ich jag' alle Stoffe bei 40 Grad durch die Maschine.
Trotz allem saß ich heut' am Computer. Denn nicht alle Stöffchen, die auf meiner Liste standen, habe ich gestern beim Stoffmarkt bekommen. Neon? Komplette Fehlanzeige! Gab's nur noch als Overlock-Garn. Auch schön. Aber ich wollte und brauchte Jersey-Nachschub - die Leucht-Beanies kommen bei Teenies einfach verdammt gut an!

Neongrün! Oder doch lieber pink? Oder orange? Oder gleich alle drei? 
Tja, und auch das gehört dazu: Rechnungen und Quittungen ablegen!
Ich muss zugeben, nicht gerade eine meiner Lieblingstätigkeiten.
Aber ohne geht's nicht.


Und? Wie sieht bei Euch so der Tag nach einem Stoffmarkt aus? Sitzt ihr gleich an der Nähmaschine? Oder müsst ihr die "Beute" erst mal liegen lassen, um Projekte auszuspinnen? Ich klopf' mir heut' noch stolz auf die Schulter, weil ich dieses Mal wirklich auf kein fast kein unnötiges Schnäppchen-Angebot eingegangen bin. Bis auf ein Rest-Stück Cord, über das ich mich heute schon wieder geärgert habe. In den drei Stofflagen gefaltet, fühlte es sich fest und hübsch kuschelig an. Heute schreit der Cord nach einer Vlieseinlage, sollte er sich jemals in das hübsche Kosmetiktäschchen verwandeln, das er einmal werden sollte. 

So, und jetzt häng' ich das letzte Stück auf die Leine! 
Übrigens: Morgen ist Näh-Tag! :-D

Eine bunte Woche wünsch' ich Euch!

Samstag, 12. Oktober 2013

12 von 12 im Oktober

Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht!
Vier Wochen sind vergangen seit meiner 12-von-12-Premiere.
30 Tage, für die ich mir viel vorgenommen,
und glücklicherweise auch einiges geschafft habe.

Wichtigster Meilenstein: Der Blog ist nahezu fertig.
Aber: Ich kämpfe nach wie vor etwas mit der Technik,
rätsele darüber, ob - und wenn ja, wie?!? - ich Unterseiten auf einzelnen Seiten anlegen kann.
Etwa, um die Rubrik "Mit Nadel und Faden" übersichtlich zu gestalten.
Da ist gerade leider noch nichts zu sehen.
Aber ich lerne jeden Tag dazu. Mal freudig. Mal grummelig.
Nur eines weiß ich: Solange HTML verwirrender für mich aussieht als Chinesisch,
werde ich mich daran erst einmal nicht ran wagen. Schließlich hat alles seine Zeit.

Jetzt aber genug der Worte! Hier sind sie - meine 12 von 12 im Oktober!


Fräulein von Schneck macht Frühstück,
und serviert uns ihren delikaten Obstsalat. 


Teamwork, wie's mir gefällt: 
Einer bohrt, der andere saugt den Dreck gleich weg.


Und dann hängen sie auch schon, 
meine zwei neuen Regälchen im Nähzimmer. 
In die Schraubgläser kommen hübsche Knöpfe,
die Etage tiefer ist für hübsches Garn reserviert. 
Platz genommen hat schon mal das leuchtend schöne Neon - I like!


Premiere für mich: 
selbst gemachtes Schrägband. 
Geht schneller als gedacht. 
Und ist so viel schöner als gekauftes. 


Fixe Samstagsküche, wie wir sie alle mögen.
Der Herr von Schneck zaubert Schupfnudel-Pfanne. 
Mit Zucchini, Schinken und Zwiebeln. Lecker!


Tee getrunken, in Prospekten geblättert, 
und die Hände am liebsten in einen dieser Handschuhe gesteckt. 
Altrosa ist mein Favorit. Toll, oder?


Das ist Herr Eichhorn!
Wer die schoenstebastelzeit auf Facebook verfolgt, 
kennt unseren neuen Mitbewohner schon. 
Ist mir beim Möbelschweden diese Woche in die Tasche gehüpft, 
wir haben uns nicht gewehrt und teilen fortan unsere Kekse mit ihm. 


Tataaaa - hier seht ihr, warum ich heut' unbedingt Schrägband selbst machen musste.
Das Tisch-Bügelbrett fürs Nähzimmer brauchte dringend einen neuen Überzug. 
Das schicke Schrägband verschwindet zwar auf der Unterseite, 
aber ich weiß ja, dass es da ist! 


Endlich mal die Schatzkiste des kleinen Fräuleins von Schneck gepackt.
Winzig kleine 1er-Windeln, der erste (und immer verschmähte) Schnulli, 
und mein Lieblingsstück - eine der schönen Locken, 
wo ich tagelang mit mir gerungen habe, 
ob ich sie wirklich abschneiden soll.


Kurz den Putzlappen geschwungen. 


Beim Aufräumen diese Karte entdeckt, 
und sofort prominent platziert. 
Den Spruch könnt' ich mir morgen auf den Rücken kleben:
Es geht auf den Stoffmarkt! 


Herr von Schneck kommt nach Hause, 
hat mit dem kleinen Fräulein Zwetschgen gepflückt. 
Somit steht das Abendprogramm: 
Zwetschgenmarmelade kochen! Lecker!


Also, ich mach' mich mal ran ans Obst!
Vorher aber schau ich noch schnell bei Frau Kännchen vorbei. 
Ihr herzlichst zum Geburtstag gratulieren - und natürlich spicken, 
was bei all' den anderen heut' so los war bei 12 vom 12. 

Macht's Euch gemütlich an diesem Wochenende!

Dienstag, 8. Oktober 2013

Ja! Ja! Ja! Hochzeiten sind einfach toll!

Manche Menschen sieht man viel zu selten.
Und das, obwohl sie einem über Jahre ans Herz gewachsen sind. 
Eigentlich trennen uns "nur" knapp 200 Kilometer. 
Doch wahlweise führt der Weg zur großen Verwandtschaft über den hügeligen Schwarzwald, 
oder über zwei der wohl am häufigsten in den Staumeldungen genannten Autobahnen. 
Umso schöner, dass es sie noch gibt, die Familienfeste, 
wo alle fröhlich zusammentreffen, gemeinsam lachen, 
und wunderbare Erinnerungen an alte Zeiten wieder aufleben.
Und einfach traumhaft ist, dass wir keine "Aufwärmphase" brauchen. 
Wir sehen uns, und können es kaum erwarten, aufeinander einzuquasseln. 
Weißt Du noch? Erinnerst Du Dich noch? Sag mal, wie war das noch mal?
Ich LIEBE meine große Sippe. Wir kleine Hüpfer, die der Oma
einst mit vereinten Kräften die Gummibärchen-Vorräte leer gefuttert haben,
sind längst erwachsen. Und ein weiterer meiner schmucken Cousins ist jetzt unter der Haube! 

Nur? Was schenken? Geld hatten sie sich gewünscht. Und wer sich Geld wünscht, will nachher nicht fünf unterschiedliche Glasschalen, drei Korkenzieher und unzähligen Schnickschnack auspacken. Aber schick' aussehen sollt's halt trotzdem. Äußerst praktisch finde ich es daher immer, wenn man alles - bis auf das Geld natürlich - aufessen kann. So gab's bei uns mal wieder Namenskekse.


Ich bin ein riesengroßer Fan des Buchstaben-Kekses. Sieht ein bisschen aus wie ein Butterkeks, ist bei mir aber immer dicker (weil leckerer) und blasser (da saftiger). "Wie hast Du die gemacht?", hat mich doch glatt meine Cousine gefragt. "Jeden einzelnen Namen reingeritzt", war meine erste Antwort - natürlich mit einem Augenzwinkern. Worauf gleich wieder schallendes Gelächter ausbrach. Geht natürlich viel einfacher. Es gibt dafür extra einen Ausstecher und Prägebuchstaben (klick hier!).
Verpackt habe ich sie in einem selbstgehäkelten Körbchen aus zartrosa Z*pagetti-Garn. Und wovon ich absoluter Fan bin, sind die Wertmarken der Feinen Billetterie. Was für eine grandiose Idee. Und sie machen eindeutig süchtig. Ich muss dringend wieder welche nachordern. Ins Hochzeitskörbchen kam - natürlich - die Wertmarke für einen "Kuss". Aber auch die "Sorry" musste rein, und ein bisschen "Glück" kann niemals schaden. Und noch ein paar weitere. Die Auswahl ist mittlerweile riesig, klickt doch mal beim Hamburger Künstlerduo Andrea und Christian Pfaff vorbei.

Auch die Karte hab' ich damit aufgehübscht, dafür kam natürlich nur eine Wertmarke in Frage, ne?



Und wo ich grad schon am Backen war, da gab's dann noch für alle Gäste was zum knabbern.
Nach so einem Trau-Gottesdienst hat man doch immer gern was Süßes. Ich zumindest. 


Verpackt in meinen Lieblingslackschachteln, die mein weltbester Händler für Schnickschnack 
leider aus dem Programm genommen hat. Ich brauch' dringend Ersatz - spätestens wenn hier wieder Weihnachtskekse verpackt und verschickt werden müssen! 

Ich schick' Euch allerwärmste Knusperkeks-Grüße, 
und koch' mir jetzt noch 'ne Tasse heißen Earl Grey,
passend zum Hochnebel, der heut' die Sonne versteckt. 

Habt einen schönen Tag! 

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Zwetschgen, wie wir sie am liebsten mögen....

...sind saftig, süß - und umhüllt von einem leckeren Rührteig!



Die ganze Familie von Schneck liebt diese Nachmittagsspätsommersonnenschleckerei.
Das kleine Fräulein wegen des Puderzuckers obendrauf.
Der Herr schwelgt dabei in Kindheitserinnerungen.
Und ich finde ihn schlichtweg deshalb super, weil er ratzfatz im Ofen ist.
Na, wenn das nicht mal ein Rundum-Glücklichmacher ist.

Omas versoffener Zwetschgenkuchen


Wie? Versoffen? Herrje, nein - es ist kein Alkohol im Kuchen.
Wir leben hier im Schwabenland. Unser Vokabular ist - zugegeben - manchmal eigenartig.
Versoffen meint in diesem Fall nicht etwa dem Alkohol alles andere als abgeneigt.
Sondern ertrunken - und zwar in leckerem Rührteig. Womit wir wieder bei den Zwetschgen wären...

Ihr braucht (für ein kleines Blech oder eine runde Kuchenform):

800 Gramm Zwetschgen
4 Eier
250 Gramm Butter
180 Gramm Zucker
1/2 Teelöffel gemahlene Vanille
250 Gramm Mehl
1/2 Tüte Backpulver
etwas abgeriebene Zitronenschale
etwas Zimt
150 Gramm gehackte Mandeln

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Daher: Zuerst die Zwetschgen waschen,
und erst dann den Stil abzupfen. Bei uns immer hoheitliche Aufgabe des kleinen Fräuleins. 
Sich eine Runde an den schönen Zwetschgen freuen, dann die schönen Früchte mit dem Entsteiner entzweien. Die Hälften beiseite legen. Ähm, doch noch ein klitzekleines Wörtchen zum Alkohol:
Wenn keine Kinder mitessen, dann könnt ihr die Zwetschgen jetzt auch ein bisschen in Pflaumenlikör baden lassen...

Zwetschgen vom Stil befreien, sich eine Runde an den schönen Früchten freuen.
Dann den Teig rühren (probieren nicht vergessen!), ab in die Form damit,
Zwetschgen drauf und mit Mandeln bestreuen!

Jetzt geht's aber an den Teig: Dafür die Butter schaumig schlagen. So lange, bis sie schön hellgelb ist.
Dann den Zucker dazu geben, kurz weiter rühren. Dann kommen nach und nach die Eier dazu.
Immer nur so lange rühren, bis das Eigelb nicht mehr zu sehen ist. Jetzt schon die Vanille,
die abgeriebene Zitronenschale und den Zimt dazu geben. Mehl mit Backpulver vermengen,
und dann zum Butter-Zucker-Ei-Gewürze-Mix geben. Alles schön verrühren - und dann ab damit
in die Kuchenform. Die Zwetschgen leicht in den Teig eindrücken. Ich leg' die Hautseite übrigens immer nach unten. Dann das Ganze mit gehackten Mandeln bestreuen. Und ab damit in den auf 160 Grad vorgeheizten Backofen (Umluft).

Weil jeder Ofen anders bäckt, rate ich einfach dazu, so nach 20 Minuten mal nach dem Kaffeetafel-Liebling zu schauen. Er ist fertig, wenn er oben schön gebräunt ist, und nichts mehr an einem Holz-Stäbchen kleben bleibt, wenn ihr es in den Teig stecht.

Kommt Besuch, wird manchmal - wie hier - noch ein kleiner Exra-Kuchen gebacken.
Sonst steht auf der Kaffeetafel dann ein angeknabbertes Exemplar,
oder - viel schlimmer noch - das Kuchenglück reicht nicht für alle,
weil vorher schon zu viele genascht haben!

Bei uns kommt der Kuchen übrigens meist lauwarm auf den Tisch - weil vorher schon alle immer um den Ofen schleichen, und es keiner mehr erwarten kann, bis er angeschnitten wird. Und nein, bislang hat noch nie einer davon Bauchweh bekommen. Wer mag, sündigt mal so richtig, und gönnt sich noch einen fetten Klecks Sahne obendrauf. Wer Zimt mag, lässt davon auch noch ein bisschen in die Sahne rieseln.

Lasst's Euch schmecken!