12 von 12 im April

Eigentlich wollte ich heute einen netten Ausflug machen: Erst eine Fuhre aussortierte Dinge zum Gebrauchtwarenladen fahren, dann gemütlich mit einer Freundin frühstücken, und zum Finale noch kurz beim Möbelschweden vorbei schauen. Klingt gut, oder? Doch der Warnstreik im öffentlichen Dienst hat meine Pläne einfach mal über den Haufen geworfen. Denn statt im Café mit meiner Freundin wäre ich wohl nur im Stau-Bermuda-Dreieck rund um Stuttgart gelandet. Somit hab ich das Auto heut mal in der Garage gelassen, und mich stattdessen um ein paar Dinge gekümmert, um die ich mich sonst sehr sehr gerne drücke.

Da ist er endlich - DER Blouson!

Wer kennt sie noch? Die Fernsehsendung "Was bin ich?", die in den 80ern über die Fernsehbildschirme flimmerte. Anhand einer typischen Handbewegungen mussten die Quiz-Gäste den Beruf des Stargastes erraten. Und ja - ich würde heute wohl für diese typische Handbewegung unter anderem mein Handy zücken, und darauf rum tippen. Zum Glück findet mein Beruf nicht komplett im Internet statt, und ich lasse meine Finger auch noch lieber über die Computertastatur als über das Handydisplay flitzen. Aber: Ich mag das Foto. Dabei geht's heute weder ums Handy noch um meine Fingernägel. Es geht um den Blouson, den ich auf dem Bild trage. Nicht um irgendeinen Blouson, sondern DEN Blouson genauer gesagt. Meinen Messe-Blouson, den ich extra für die h+h Cologne genäht und dort auch das erste Mal getragen habe.

Die wichtigsten Gründe für das Selbermachen. Oder: die h+h Cologne in Zahlen

Denke ich an die h+h Cologne 2018, dann schwirrt mir immer noch der Kopf! So voll wie dieses Jahr hab ich die Messe in den beiden Jahren zuvor nicht erlebt. Oder empfunden? Ich weiß es nicht - gefühlt glich die Messe immer einem Bienenstock. Fakt ist: Es kamen wieder rund 16000 Besucher aus 73 Ländern zum Hotspot der Handarbeitsszene in Köln. Mehr als 400 Aussteller - davon über 300 aus dem Ausland - zeigten an drei Tagen all das, was die HandmadeSzene in der kommenden Saison bewegen könnte. Und mitgebracht habe ich - wie jedes Jahr - nicht nur viele schöne Erinnerungen, sondern auch ein paar Zahlen und Fakten rund um unser liebstes Hobby, das Selbermachen:

Ganz große #pompomliebe am Stand von prym.

Ein Blick zurück 3/18

Den heutigen letzten Tag des Monats verbringe ich irgendwo auf der Autobahn zwischen Bozen und Stuttgart: Wir sind auf der Rückreise von unserem Winterurlaub in Südtirol. Die Wangen glühen noch von der kalten Winterluft - aber nachdem ich noch einmal über die fast menschenleeren Pisten geflitzt bin, den Geruch von frischem Schnee in der Nase und den Geschmack von noch lauwarmen Strauben auf der Zunge hatte, darf es jetzt endlich Frühling werden. Die fünfstündige Fahrt zurück in die Heimat und mitten hinein in die Osterfeiertage nutze ich für meinen Blick zurück, und kann sagen: Dieser März hatte es wirklich in sich - im positiven Sinne.

OsterLoveStory: Schoko küsst Karotte

Wer hat's erfunden? Genau - die Schweizer! So manches haben sie einfach drauf, die Eidgenossen: Schokolade etwa. Oder Volksabstimmungen. Nussstängeli sowieso. Natürlich Nähmaschinen. Und - Rüeblitorte. Der Kuchenklassiker aus dem Kanton Aargau kommt traditionell so weiß daher wie die Spitze des Matterhorns nach Neuschnee: mit einer dicken, fetten Schicht Puderzuckerglasur. Warum ihr hier trotzdem eine Rüeblitorte mit dunkler Schokoladenglasur seht? Weil ich ein kleiner Revoluzzer bin. Und mir gedacht habe, warum nicht zwei gute Dinge aus der Schweiz zusammen bringen? Rüeblitorte und Schokolade? Und ich kann Euch sagen: Es ist Liebe - die ganz große!